swiss-schere300.jpg      titel-aue2.jpg       Logo-PV.jpg

Suche:
Sie befinden sich in:
Ml 79. Das Völkerschlacht-Denkmal zu Leipzig.9 Bogen.Modellierbogen-Entwurf von Bruno Holz.Die Teile 1—7 werden aneinandergeklebt und bilden denäusseren Unterbau. Die Teile 8—12 bilden den das Denkmalumgebenden Rasenwall, der folgendermassen zusammengesetztwird: Teil 8 wird mit der Lasche e an den schrägen Rand desTeiles 12 geklebt, die beiden gleichen Teile 9 werden aneinandergeklebt,und dann wird der linke schräge Rand an dieLasche a des Teiles 8 und der rechte schräge Rand an dieLasche b des Teiles 10 geklebt; die Lasche d des Teiles 10kommt an den schrägen Rand des Teiles 11. Mit den unterenlangen Laschen werden diese Teile dann an die oberen Ränderdes Umbaues 1—7 geklebt.Nun wird der terrassenartige Unterbau, der aus den Teilen13, 14, 16 und 16 besteht, folgendermassen zusammengesetzt:Zuerst werden bei diesen vier Teilen die Bruchlinien entsprechendgeritzt, also die mit X X bezeichneten Linien aufder Rückseite, und dann werden diese Teile an den Bruchlinienentsprechend umgebogen, wobei schon jetzt die terassenartigeForm herauskommt. Jetzt werden die Teile derart zusammengesetzt,dass Teil 13 mit den rechten Rändern f an die linkenLaschen f des Teiles 14 kommen, Teil 15 mit den linkenRändern g an die rechten Laschen g des Teiles 14, Teil 16mit den linken Laschen h an die rechten Ränder h des Teiles 15und die rechten Laschen i des Teiles 16 kommen schliesslichan die linken Ränder i des Teiles 13. Sodann werden in dieEinschnitte, von denen je drei sich auf jeder Seite dieser Terrassebefinden, die entsprechenden Teile eingesetzt: also 28, 29, 30auf Teil 13, - h 31, 32, 33 auf Teil 14, 34, 35, 36 auf Teil15, 37, 38, 39 auf Teil 16. Jetzt werden die Rasenwällean diesen Terrassenbau angesetzt und zwar derart, dass dieLaschen der Rasenwälle p, r und s an die gleichbezeichnetenStellen des Terrassenbaues angeklebt werden. Die Treppen 17kommen an die Stellen k des Teiles 13. An diese Treppekommt die Wand 18 mit der Rückseite 18 a und den Seitenstücken19 und 20. Das Plateau 21 kommt links und dasPlateau 22 rechts an die Treppe bezw. an die Rasenwälle.Die Mauer 23 mit dem Innenteil 23 a und 23 b kommt an daslinke Plateau 21, und die Mauer 24 und dem Innenteil 24 a und24 b kommt an das rechte Plateau 22. Die Treppe 25 wirdlinks und die Treppe 26 rechts an die Wand 18 geklebt, undmit dem Teil 27 werden beide Treppen miteinander verbunden.Nun wird auf den Terrassenbau die Platte A gelegt, undauf dieser erheben sich die vier grossen mit Torbogen versehenenWände und zwar 40 mit 41, 42 mit 43, 44 mit 45 und 46 mit47. In die vier einspringenden Ecken kommen die Teile 48,49, 50 und 51 und sodann auf diese 52, 53, 54 und 55. Obenwird nun der Teil 56 darüber gesetzt, wobei darauf zu achtenist, dass die Seite mit der Inschrift (18. Oktober 1813) nachvorn, also über der grossen Treppe zu liegen kommt. Auf dasrunde Feld kommt der Teil 57, welcher oben mit dem Teil B gedecktwird. Rund um den Teil 57 sind die vier Eckteile 58,59, 60 und 61 angeordnet und an diesen werden wiederum dieacht mit m bezeichneten Teile angesetzt.Auf den oberen Teil B wird Teil 62 gesetzt, und umdiesen herum kommen in die entsprechend bezeichneten Felderdie 12 Figuren 63 bis 74 zur Aufstellung. Oben wird Teil 62mit dem runden Teil 75 geschlossen, auf dem sich dann wiederTeil 76 erhebt, der von den zwölf Teilen 77 bis 88 umgebenwird. Darauf kommt wieder Teil 89, auf diesen die Platte 90,und auf dieser baut sich die Rundung 91 auf, die von den vierTeilen 92, 93, 94 und 95 umgeben wird. Das letzte und oberste Schlussstück bilden die Teile 96 und 97.
Auf Lager
Sofort lieferbar
Einzelpreis 0.00 SFr
back.jpg                                                                                                      Preis enthält MwSt zzgl. Versandkosten
Menge:
Sie befinden sich in:
Warenkorbübersicht
Im Warenkorb befinden sich keine Produkte.
 303011 - Rob Ives - Ruminations.gif
  Rob Ives
Infobox 2
WR013 - Gegen den Wind - Papiermechanik.gif
 Walter Ruffler

 
Modellbogen und Werkhefte
  • Natürlich hat Edwin Morf den Modellbogen nicht erfunden. Vorläufer davon gibt es seit Mitte des 16. Jahrhunderts. In der Rokoko-Zeit hat der Dichterfürst Goethe »allerley artige Lusthäuser ... mit Pilastern, Freitreppen und Dächern« aus Papier ersonnen. Grosse Mode wurde der Modellbogen aber erst im 19. Jahrhundert, vor allem nach der Erfindung der Lithographie. Damals kamen in deutschen und französischen Verlagen Tausende von Modellen auf den Markt; alles Erdenkliche wurde angeboten, Königspaläste, Tempelruinen, Opernhäuser, funktioniernde (!) Dampfmaschinen und Nähmaschinen, Unterseeboote und Eiffeltürme in allen Grössen. Neben hervorragenden Konstruktionen gab es auch viel eilig hergestellten, billigen und geschmacklosen Schund.
  • Die Modellbogen des von Edwin Morf ins Leben gerufenen nachmaligen Pädagogischen Verlages verstanden sich von Anfang an als Zeichen einer Reformbewegung und eines Neubeginns nach dem Ersten Weltkrieg. Die Modelle sollten qualitativ hochstehend, kindergerecht und lehrreich sein und schweizerischen Verhältnissen und Bedürfnissen Rechnung tragen. Von diesem pädagogischen, ja volkserzieherischen Impetus zeugt ein Rundschreiben Morfs aus Jahre 1933, aus dem folgende Passage zitiert sei:
  • »Wenn die Abende früher hereinbrechen, taucht für alle, die sich für das Wohl der Jugend verantwortlich fühlen, die wichtige Frage auf: Wie beschäftigen wir unsere Jungmannschaft, besonders das tatendurstige Bubenvolk, unterhaltend und nutzbringend? Die jungen Leute sollen lesen! höre ich sagen. Nur lesen? Nein, auch mit Hand und Werkzeug will und soll unsere Jugend tüchtig werden, soll Genauigkeit und Ausdauer üben und dies auf eine Weise, als ob's Spiel wäre. Unmerklich soll ihr die Freude an sauberer Arbeit aufgehen. Sie möchte gerne etwas Schönes entstehen sehen, das noch nach Jahren Zeuge ihres Fleisses, ihrer Ausdauer und Erfindungsgabe sei, darauf hat sie ein Recht.«
  • Über diesen Punkt herrscht heute weiterherum Einigkeit: wie alle »nützlichen« Freizeitbeschäftigungen ist das Modellbogenbasteln nicht nur ein kurzweiliger Zeitvertreib, sondern hat auch einen nachhaltigen Lerneffekt. Geschult werden, ganz nach Edwin Morfs Ansicht, Ausdauer und Genauigkeit, im Einzelnen das Umsetzen einer komplizierten Anleitung, die Feinmotorik, das räumliche Sehen. Jedes Kind, das ein Modell nach einem Konstruktionsplan ohne böse Fehler nachbauen kann, hat eine beachtliche Leistung vollbracht und hat nachher auch ein greifbares, schönes Resultat in den Händen. Auf dieses darf es stolz sein; es ist ein sichtbares Erfolgserlebnis, das zu weiteren Taten anspornt. Und ganz nebenher erfährt es noch eine Menge Wissenswertes über das Objekt, das es soeben konstruiert hat, über dessen Geschichte, Bedeutung und Funktion.
  • Obwohl sich seit den Gründungsjahren des Verlages die Welt insgesamt und die Welt des Kindes im Besonderen dramatisch verändert hat, erfreut sich der Modellbogen ungebrochener Beliebtheit. Offensichtlich bietet das Basteln eines schönen Kartonmodells etwas, das weder Barbie-Puppen noch Videospiele, weder Elektronik-Baukästen noch Game-Boys bieten können. Die Verkaufsziffern sprechen hier eine deutliche Sprache.
    Der Modellbogen wird nicht aussterben; diese Prognose sei hier gewagt. Trotz Infotainment und dauernder Musikberieselung, trotz der Attraktivität von schnarrendem, piepsendem, umhersausendem Techno-Spielzeug aller Art: wenn's dann irgendwann für einmal still wird im Kinderzimmer, dann kommt er wieder auf den Tisch, der alte, geliebte Modellbogen, und dann herrscht wieder Ruhe, Konzentration, Aufmerksamkeit - und stille Freude über das gelungene Werk.
  • Zurück      Nach Oben