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153 - Zoo 3

153 - Zoo 3

  • Bestellnummer: 153
  • Autor: Dieter Matthäus
  • Schwierigkeitsgrad: ab 6 J.
  • Selbständige Einzelteile: 6
  • Sprache: d
  • Massstab:

Mit diesem Bogen kannst du deinen Zoo gründen und ihn mit anderen Zoo-Bogen erweitern. Du fragst dich wohl: Was ist ein Zoo und wozu dient er? Nun, früher waren die Zoologischen Gärten einfach dazu da, dem Besucher viele Arten von fremden Tieren zu zeigen. Heute hat der Zoo noch andere Aufgaben. So dient er den Zoologen dazu, das Verhalten der Tiere zu studieren. Daneben hat er noch einen weiteren, sehr wichtigen Auftrag, nämlich die Weiterzucht der Tiere, hauptsächlich derjeniger Tierarten, deren Leben in freier Natur bedroht ist. Heute wird bei der Haltung der Tiere sehr darauf geachtet, die Gehege, in denen sie leben, ihren Gewohnheiten und Bedürfnissen entsprechend zu gestalten. Der Zoo ist auch von grosser Bedeutung für Schulen, die den Unterricht dadurch ergänzen, dass sie lebende Tiere beobachten.

Auf diesem Bogen gibt es folgende Tiere:

Der Tiger:

Vorkommen: Mittelasien, Südostasien.
Der Tiger ist die mächtigste Raubkatze der Erde. Er ist in mehreren Unterarten im asiatischen Raum verbreitet. Der grösste ist der sibirische Tiger mit bis zu drei Metern Körperlänge und 250 kg Gewicht. Die Farben seines Felles sind der Umgebung gut angepasst und das Streifenmuster lässt ihn vollends in der Umgebung verschwinden. Diese überaus gute Tarnung hilft ihm bei der Jagd. Der Tiger schleicht sich gegen den Wind an sein Beutetier heran. Er hält sich im Gegensatz zum Löwen, der in der offenen Buschsteppe lebt, immer in der Deckung hoher Pflanzen auf. Tiger leben als Einzelgänger, ausser in der Paarungszeit. Die Jungen bleiben etwa zwei Jahre bei der Mutter, die sich liebevoll um sie kümmert und sie vor anderen Raubtieren beschützt. Sie bringt den Jungen alles bei, was sie zum Überleben brauchen. Der Tiger markiert durch Duftmarken sein Revier; das gibt ihm die Möglichkeit, Kämpfen mit seinesgleichen aus dem Weg zu gehen. Tiger müssen alles daransetzen, ihre Kraft auf das Beutemachen zu richten und Kämpfe untereinander zu vermeiden.


Krokodil:

Vorkommen: Afrika, Asien, Australien, Amerika.
Krokodile sind die grössten Kriechtiere, die es heute auf der Erde gibt; sie haben einen kräftigen Hautpanzer und gehören zur Klasse der Reptilien. Sie sind verwandt mit den Alligatoren und den Kaimanen, haben aber eine spitzere Schnauze als die Alligatoren. Insgesamt gehören etwa 14 verschiedene Arten zu den Krokodilen. Die meisten kommen in Süsswassersümpfen und Binnengewässern vor. Das bekannteste Krokodil ist wohl das Nilkrokodil. Die Paarung erfolgt im Wasser; das Weibchen erstellt eine Nestgrube im Sand und legt bis etwa 40 Eier ab. Im Gegensatz zu anderen Reptilien bewachen die Weibchen ihr Gelege, sie kümmern sich um ihre Jungen und beschützen sie vor ihren Fressfeinden. Auf dem Rücken und dem Kopf ihrer Mama können die kleinen Krokodile gefahrlos den Fluss überqueren. Krokodile ernähren sich von Antilopen, Büffeln, jungen Flusspferden u.a.m. Halb untergetaucht, so dass nur die Augen und die Nasenlöcher aus dem Wasser ragen, lassen sie sich ans Ufer treiben, stürzen sich blitzschnell auf ihre Beute und ziehen sie auf den Gewässergrund, um sie zu ertränken.


Das Flusspferd:

Vorkommen: Afrika, südlich der Sahara.
Flusspferde sind die grössten im Süsswasser und an dessen Ufern lebenden Tiere der Welt. Ihre Heimat sind die Flüsse und Seen des tropischen Afrika. Sie haben einen walzenförmigen Körper auf stämmigen, kurzen Beinen und können bis zu 3000 kg schwer werden. Tagsüber halten sie sich im Wasser auf, die Nacht verbringen sie weidend an Land. Sie benützen dabei feste Trampelpfade. Wenn die Nahrungssuche es verlangt, legen sie bis 25 km zurück. Die Nahrung besteht aus saftigen Gräsern, aus Kräutern, Früchten und Wasserpflanzen. Wenn sie satt sind, stapfen sie die altbekannten Pfade wieder zurück ins Wasser. Der grosse Kopf ist an das Leben im Wasser angepasst, denn Nasenlöcher, Augen und Ohren befinden sich auf einer Linie oberhalb des Wassers, auch wenn Körper und Kopf unter Wasser bleiben. Kälber werden gewöhnlich unter Wasser geboren. Die Mutter-Kind-Bindung ist sehr eng.

 

Der Gepard :

Vorkommen: Afrika, Mittlerer Osten.
Der Gepard ist das schnellste Landtier der Welt. Er kann mit bis zu 90 km/h Geschwindigkeit seine Beute verfolgen. Da der Gepard in der Steppe lebt und kein Schleichjäger ist wie die anderen Grosskatzen, die sich sehr nahe an das Beutetier heranschleichen, muss er bis zu 200 m zurücklegen, um sein Opfer einzuholen. Der Körper des Gepards ist an diese Lebensweise angepasst. Der Kopf ist verhältnismässig klein, die Beine sind sehr lang. Gepardenmütter ziehen ihre Jungen alleine auf (etwa drei in einem Wurf). Alle paar Tage tragen sie den Nachwuchs zu einem neuen Versteck. Weibchen leben allein, ausser wenn sie die Jungen grossziehen. Männchen sind geselliger als Weibchen und leben oft in festen Gruppen.


Der Eisbär:

Vorkommen: im Norden Asiens und Nordamerikas, auf Spitzbergen und in Grönland.
Der Körper des Eisbären ist lang gestreckt, auch der Hals ist lang und der Kopf eher spitz und schmal. Ein dichtes Fell und eine Fettschicht schützen ihn vor der Kälte. Während die männlichen Eisbären das ganze Jahr über aktiv und auf Wanderung sind, ziehen sich trächtige Weibchen im Herbst in Schneehöhlen zurück. Nach Ende des zweiten Lebensjahres der Jungen löst sich die Bärenfamilie auf. Die Beute des Eisbären besteht in erster Linie aus Robben. Seh- und Hörvermögen des Eisbären sind so gut ausgebildet wie beim Menschen. Seine Nase ist hingegen so fein entwickelt, dass er eine Robbe aus 30 km Entfernung wittert. Das weissgelbe Haarkleid dient der Tarnung; es sieht einer Schneewehe täuschend ähnlich. Von der Umgebung hebt sich bloss die schwarze Nase ab, die der Eisbär dicht am Boden hält, um beim Anschleichen eines Beutetiers nicht entdeckt zu werden.

 

Die Giraffe :

Vorkommen: Busch- und Baumsavannen Afrikas.
Giraffen leben in kleinen Verbänden, die aus einem Männchen und mehreren Weibchen und deren Jungen bestehen. Eine Giraffe kann bis zu 6 Meter gross werden. Trotz des langen Halses besitzt sie ebenso viele Halswirbel wie der Mensch, nämlich sieben, die aber erheblich verlängert sind. Der lange Hals ermöglicht es ihr, in grosser Höhe Bäume abzuweiden, die ausserhalb der Reichweite aller anderen Huftiere liegen. Beim Trinken hingegen muss sie die Vorderbeine weit auseindander spreizen. Zu den besonderen Merkmalen der Giraffe gehören die zwei mit Fell bedeckten Hörner. Dazu kommt ihre Zunge, die ziemlich lang und als Greifwerkzeug ausgebildet ist. Es ist auch möglich, dass Giraffen einander an ihren individuellen Fell-Zeichnungen erkennen. - Giraffenkühe sind sehr fürsorgliche und wehrhafte Mütter. Mit den Vorderfüssen vermag eine Giraffe durch einen kräftigen Schlag einen Löwen zu töten.

 

Der Strauss:

Vorkommen: Savannen und Steppen Afrikas.
Der Strauss ist der grösste Vogel der Erde. Er kann aber nicht fliegen; deshalb wird er als Laufvogel bezeichnet. Da seine Beine muskulös und kräftig sind, kann er sich schnell bewegen und erreicht eine Geschwindigkeit von bis zu 50 km/h. Strausse leben gewöhnlich in kleinen Gruppen. Die männlichen Tiere haben mehrere Weibchen. Die Hennen und die Jungen sind durch ihr bräunliches Federkleid gut getarnt. Der Hahn hat schwarzes Gefieder mit weissen äusseren Flügelfedern. Ein Weibchen legt etwa ein Dutzend Eier. Die Haupthenne und der Hahn bewachen abwechselnd das Gelege und brüten gemeinsam, tagsüber das Weibchen, nachts das Männchen. Ihre Feinde, vor allem Löwen, Hyänen, Leoparden, entdecken diese imposanten Vögel mit ihrem ausgezeichneten Sehvermögen auf weite Distanz. - Dass der Strauss bei Gefahr seinen Kopf in den Sand steckt, um "nichts zu sehen", ist frei erfunden.

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Modellbogen und Werkhefte
  • Natürlich hat Edwin Morf den Modellbogen nicht erfunden. Vorläufer davon gibt es seit Mitte des 16. Jahrhunderts. In der Rokoko-Zeit hat der Dichterfürst Goethe »allerley artige Lusthäuser ... mit Pilastern, Freitreppen und Dächern« aus Papier ersonnen. Grosse Mode wurde der Modellbogen aber erst im 19. Jahrhundert, vor allem nach der Erfindung der Lithographie. Damals kamen in deutschen und französischen Verlagen Tausende von Modellen auf den Markt; alles Erdenkliche wurde angeboten, Königspaläste, Tempelruinen, Opernhäuser, funktioniernde (!) Dampfmaschinen und Nähmaschinen, Unterseeboote und Eiffeltürme in allen Grössen. Neben hervorragenden Konstruktionen gab es auch viel eilig hergestellten, billigen und geschmacklosen Schund.
  • Die Modellbogen des von Edwin Morf ins Leben gerufenen nachmaligen Pädagogischen Verlages verstanden sich von Anfang an als Zeichen einer Reformbewegung und eines Neubeginns nach dem Ersten Weltkrieg. Die Modelle sollten qualitativ hochstehend, kindergerecht und lehrreich sein und schweizerischen Verhältnissen und Bedürfnissen Rechnung tragen. Von diesem pädagogischen, ja volkserzieherischen Impetus zeugt ein Rundschreiben Morfs aus Jahre 1933, aus dem folgende Passage zitiert sei:
  • »Wenn die Abende früher hereinbrechen, taucht für alle, die sich für das Wohl der Jugend verantwortlich fühlen, die wichtige Frage auf: Wie beschäftigen wir unsere Jungmannschaft, besonders das tatendurstige Bubenvolk, unterhaltend und nutzbringend? Die jungen Leute sollen lesen! höre ich sagen. Nur lesen? Nein, auch mit Hand und Werkzeug will und soll unsere Jugend tüchtig werden, soll Genauigkeit und Ausdauer üben und dies auf eine Weise, als ob's Spiel wäre. Unmerklich soll ihr die Freude an sauberer Arbeit aufgehen. Sie möchte gerne etwas Schönes entstehen sehen, das noch nach Jahren Zeuge ihres Fleisses, ihrer Ausdauer und Erfindungsgabe sei, darauf hat sie ein Recht.«
  • Über diesen Punkt herrscht heute weiterherum Einigkeit: wie alle »nützlichen« Freizeitbeschäftigungen ist das Modellbogenbasteln nicht nur ein kurzweiliger Zeitvertreib, sondern hat auch einen nachhaltigen Lerneffekt. Geschult werden, ganz nach Edwin Morfs Ansicht, Ausdauer und Genauigkeit, im Einzelnen das Umsetzen einer komplizierten Anleitung, die Feinmotorik, das räumliche Sehen. Jedes Kind, das ein Modell nach einem Konstruktionsplan ohne böse Fehler nachbauen kann, hat eine beachtliche Leistung vollbracht und hat nachher auch ein greifbares, schönes Resultat in den Händen. Auf dieses darf es stolz sein; es ist ein sichtbares Erfolgserlebnis, das zu weiteren Taten anspornt. Und ganz nebenher erfährt es noch eine Menge Wissenswertes über das Objekt, das es soeben konstruiert hat, über dessen Geschichte, Bedeutung und Funktion.
  • Obwohl sich seit den Gründungsjahren des Verlages die Welt insgesamt und die Welt des Kindes im Besonderen dramatisch verändert hat, erfreut sich der Modellbogen ungebrochener Beliebtheit. Offensichtlich bietet das Basteln eines schönen Kartonmodells etwas, das weder Barbie-Puppen noch Videospiele, weder Elektronik-Baukästen noch Game-Boys bieten können. Die Verkaufsziffern sprechen hier eine deutliche Sprache.
    Der Modellbogen wird nicht aussterben; diese Prognose sei hier gewagt. Trotz Infotainment und dauernder Musikberieselung, trotz der Attraktivität von schnarrendem, piepsendem, umhersausendem Techno-Spielzeug aller Art: wenn's dann irgendwann für einmal still wird im Kinderzimmer, dann kommt er wieder auf den Tisch, der alte, geliebte Modellbogen, und dann herrscht wieder Ruhe, Konzentration, Aufmerksamkeit - und stille Freude über das gelungene Werk.
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