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03171 - Château de Grandson

03171 - Château de Grandson

  • Bestellnummer: 03171
  • Autor: Alexandre Gisiger 
  • Sprache: d/F 
  • Schwierigkeitsgrad: einfach
  • Anzahl Bogen:   3.5 A4
  • Anzahl teile:         50
 
Château de Grandson - Schloss 
 

Das Schloss Grandson wurde im Jahre 1050 zum erstenmal erwähnt. Es bestand damals aus einem eckigen, 18 m hohen Turm, aus Vieh- und Pferdestallungen sowie der Gesinde­wohnung, die von einem Schutzwall umgeben waren. Die Stärke der Mauern (recht mittelmässig für die damalige Epoche, massen doch gewisse Turmmauern 3 m an der Basis) Hessen eine für einen Schlossherrn eher geringe Wohnfläche übrig.

l m 13. Jahrhundert erweist sich das Geschlecht der Grandson als eines der mächtigsten Herrscherhäuser des Waadtlandes. Ihr Landbesitz, der sich dem Jura entlang ausbreitet, bedeckt eine Fläche von 600 km2. Bereits im 12. Jahrhundert er­richteten sie eine Ritterburg, um den Engpass von La Sarraz zu überwachen. Im darauffolgenden Jahrhundert entstehen Schlösser, Burgen und Handelsplätze in Champvent, Bel­mont, Montricher... Ihre Besitzungen umfassen mehrere Klöster, 58 Marktflecken und Weiler. Das war die Zeit, in der die Grundherren sich entschlossen, ein ihrem Range und ihrer Würde entsprechendes Schloss zu bauen.

Im Gegensatz zu den meisten Festungswerken - so das Schloss Chillon -, die im Laufe der Zeit vergrössert wurden, ist die mittelalterliche Burg Grandson von Grund auf neu erbaut worden. Lediglich eine Mauer des alten Turmes wurde dem nördlichen Festungswall einverleibt. Die Schlossherren entwarfen den Plan einer regelmässigen Architektur, die der Bodengestaltung der Eingangsseite angepasst war.

Die Verteidigungswerke des Schlosses

Um in seine Gemächer zu gelangen, musste der Schlossherr von Grandson über zwei Fallbrücken die beiden vorge­schobenen Verteidigungspforten - Schiessscharten genannt -durchschreiten. (Auf dem Modellbogen ist nur die zweite Fallbrücke wiedergegeben.) Das Eingangstor wurde von einem hölzernen Wehrgang aus verteidigt, einer Art Galerie aus Holz, des Vorläufers der Mauerscharten.

Die Festung ist mit fünf gleichwertigen Türmen versehen, die durch einen 150 m langen Rundgang miteinander ver­bunden sind. Das Schloss von Grandson besitzt keinen Hauptturm, weist aber eine einmalige Besonderheit auf: Im südlichen Teil, oberhalb des Eingangstores, befindet sich zuoberst im Petersturm (tour Pierre) ein Kommandoposten. Vom Rundgang durch zwei Fallbrücken getrennt - die eine ist seit dem 15. Jahrhundert verschwunden - und mit grossen Fenstern versehen, erlaubt er die Überwachung des ganzen Rundganges.

Die Südwestecke war merkwürdigerweise kahl und schmuck­los, was den Herzog von Chalon dazu veranlasste, diesen «Konstruktionsfehler» durch den Anbau einer Burgwarte auf der Höhe des Rundganges auszumerzen. Die äussere Verteidigungsmauer ist durch einen Graben verstärkt, mit Ausnahme der Südseite, wo der Festungswall damals 7 m höheren Wasserspiegel herausragte.

 

Die Schlossherren von Grandson

Unter ihren hervorstechendsten Persönlichkeiten seien er­wähnt:

Othon L, Waffengefährte König Eduards I. von England, nahm am zweiten Kreuzzug von Saint Louis teil, und sein Bru­der Wilhelm, Gründer der Vize­grafschaft von «Grandison», die heute noch besteht. Othon III., einer der letzten Troubadouren des Mittelalters. Dieser Ritterpoet wird zu Un­recht des Giftmordes an dem Grafen Rouge beschuldigt und fällt während des Duells unter den Säbelhieben des viel jün­geren Girard von Estavayer. Von 1476 an, während den Burgunderkriegen, wird Karl der Kühne von den Verbün­deten unschädlich gemacht, und das Schloss Grandson geht in den gemeinsamen Besitz der Kantone Bern und Freiburg über.

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Modellbogen und Werkhefte
  • Natürlich hat Edwin Morf den Modellbogen nicht erfunden. Vorläufer davon gibt es seit Mitte des 16. Jahrhunderts. In der Rokoko-Zeit hat der Dichterfürst Goethe »allerley artige Lusthäuser ... mit Pilastern, Freitreppen und Dächern« aus Papier ersonnen. Grosse Mode wurde der Modellbogen aber erst im 19. Jahrhundert, vor allem nach der Erfindung der Lithographie. Damals kamen in deutschen und französischen Verlagen Tausende von Modellen auf den Markt; alles Erdenkliche wurde angeboten, Königspaläste, Tempelruinen, Opernhäuser, funktioniernde (!) Dampfmaschinen und Nähmaschinen, Unterseeboote und Eiffeltürme in allen Grössen. Neben hervorragenden Konstruktionen gab es auch viel eilig hergestellten, billigen und geschmacklosen Schund.
  • Die Modellbogen des von Edwin Morf ins Leben gerufenen nachmaligen Pädagogischen Verlages verstanden sich von Anfang an als Zeichen einer Reformbewegung und eines Neubeginns nach dem Ersten Weltkrieg. Die Modelle sollten qualitativ hochstehend, kindergerecht und lehrreich sein und schweizerischen Verhältnissen und Bedürfnissen Rechnung tragen. Von diesem pädagogischen, ja volkserzieherischen Impetus zeugt ein Rundschreiben Morfs aus Jahre 1933, aus dem folgende Passage zitiert sei:
  • »Wenn die Abende früher hereinbrechen, taucht für alle, die sich für das Wohl der Jugend verantwortlich fühlen, die wichtige Frage auf: Wie beschäftigen wir unsere Jungmannschaft, besonders das tatendurstige Bubenvolk, unterhaltend und nutzbringend? Die jungen Leute sollen lesen! höre ich sagen. Nur lesen? Nein, auch mit Hand und Werkzeug will und soll unsere Jugend tüchtig werden, soll Genauigkeit und Ausdauer üben und dies auf eine Weise, als ob's Spiel wäre. Unmerklich soll ihr die Freude an sauberer Arbeit aufgehen. Sie möchte gerne etwas Schönes entstehen sehen, das noch nach Jahren Zeuge ihres Fleisses, ihrer Ausdauer und Erfindungsgabe sei, darauf hat sie ein Recht.«
  • Über diesen Punkt herrscht heute weiterherum Einigkeit: wie alle »nützlichen« Freizeitbeschäftigungen ist das Modellbogenbasteln nicht nur ein kurzweiliger Zeitvertreib, sondern hat auch einen nachhaltigen Lerneffekt. Geschult werden, ganz nach Edwin Morfs Ansicht, Ausdauer und Genauigkeit, im Einzelnen das Umsetzen einer komplizierten Anleitung, die Feinmotorik, das räumliche Sehen. Jedes Kind, das ein Modell nach einem Konstruktionsplan ohne böse Fehler nachbauen kann, hat eine beachtliche Leistung vollbracht und hat nachher auch ein greifbares, schönes Resultat in den Händen. Auf dieses darf es stolz sein; es ist ein sichtbares Erfolgserlebnis, das zu weiteren Taten anspornt. Und ganz nebenher erfährt es noch eine Menge Wissenswertes über das Objekt, das es soeben konstruiert hat, über dessen Geschichte, Bedeutung und Funktion.
  • Obwohl sich seit den Gründungsjahren des Verlages die Welt insgesamt und die Welt des Kindes im Besonderen dramatisch verändert hat, erfreut sich der Modellbogen ungebrochener Beliebtheit. Offensichtlich bietet das Basteln eines schönen Kartonmodells etwas, das weder Barbie-Puppen noch Videospiele, weder Elektronik-Baukästen noch Game-Boys bieten können. Die Verkaufsziffern sprechen hier eine deutliche Sprache.
    Der Modellbogen wird nicht aussterben; diese Prognose sei hier gewagt. Trotz Infotainment und dauernder Musikberieselung, trotz der Attraktivität von schnarrendem, piepsendem, umhersausendem Techno-Spielzeug aller Art: wenn's dann irgendwann für einmal still wird im Kinderzimmer, dann kommt er wieder auf den Tisch, der alte, geliebte Modellbogen, und dann herrscht wieder Ruhe, Konzentration, Aufmerksamkeit - und stille Freude über das gelungene Werk.
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