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03177 - Château de Vaduz

03177 - Château de Vaduz

  • Bestellnummer: 03177
  • Autor: Alexandre Gisiger 
  • Sprache: d/F 
  • Schwierigkeitsgrad: einfach
  • Anzahl Bogen:   3.5 A4
  • Anzahl teile:         49
 
Château de Vaduz
 
Das in den Ostalpen und am Knotenpunkt Nord - Süd, der München mit Mailand verbin­det, und an der West-Ost-Ver­bindung Basel-Wien liegende Fürstentum Liechtenstein be­sitzt eine bedeutend reichere und vielfältigere Geschichte, als die bescheidene Landfläche von rund 160 km- vermuten liesse. Seine Gründung ist ein Sonder­fall, die weder durch eine Kriegshandlung noch durch ei­nen Zusammenschluss zustandekam. Vielmehr entwickelte sich dieses Land aus dem Willen eines Fürsten und eines an Privilegien und Freiheit festhaltenden Volkes. Im Mittclalter stand Liechtenstein unter verschiedenen Grafen, wurde 1719 Reichsfürstentum und erhielt 1806 volle Souveränität.
 

Aufgrund der Teilung der Ländereien Werdenberg-Sargans entstand 1342 die Grafschaft. Hartmann III., der erste Graf von Vaduz, richtete im Schloss seine Residenz ein. Die aus dem Berner Oberland stammenden Freiherren von Brandis folgten auf die letzten Abkömmlinge des Hauses Werden­berg und schlössen Schellenberg 1434 Vaduz bei. Von diesem Zeitpunkt an blieben die Grenzen des zukünftigen Fürstentums unver­ändert. Während des Schwabenkrieges wurde das Schloss von Vaduz in Brand gesteckt, der Freiherr von den Eidgenossen gefangengenommen und entführt.

 

1507 trennten sich die beiden Herr­schaften vom schweizerischen Lehns-wesen ab. Johann von Brandis, Dom-probst von Chur, veräusserte seine Rechte an einen Neffen der Hohen-staufen. Die Grafen von Sulz verstan­den es, sich mit ihren Besitzungen vom Religionskrieg fernzuhalten und nutzten diese glückliche Zeit, um das Schloss von Vaduz wiederaufzubauen und sein Festungswerk zu vervoll­kommnen: zwei Bastionen bergwärts und zwei Barbakanen (vorgelagerte Verteidigungstore oder -brücken).

 

Unter der Herrschaft der neuen Grafen von Hohenems kannte das Land eine unruhige Zeit. Verschuldungen und die Unzufriedenheit des Volkes drängten den Kaiser dazu, das Land unter kaiserliche Verwaltung zu stellen und die 1396 an Vaduz erteilte Reichsunmittelbarkeit * bis nach Schellenberg auszudehnen.

 

Die berühmte, aus Niederösterreich stammende Familie von Liechtenstein besass ein riesiges Vermögen und weite Län­dereien in Böhmen und Mähren. Der 1608 erteilte Fürsten­titel wurde ihr lediglich ehrenhalber verliehen. Um in den Reichsfürstenrat zu gelangen, erwarb der Fürst Hans Adam zwischen 1699 und 1712 die reichsunmittelbaren Herrschaf­ten Schellenberg und Vaduz, die Kaiser Karl VI. am 23. Ja­nuar 1719 zum Fürstentum erhob. Es erhielt den Namen der regierenden Dynastie (Liechtenstein) — ein ausserordentlich seltener Fall.

 

1806 wurde Liechtenstein zu einem souveränen Staat inner­halb des Rheinbundes, von 1815 bis 1866 gehörte es dann zum Deutschen Bund. In der zweiten Hälfte des vorigen Jahrhunderts unterzeichnete das Fürstentum einen Vertrag mit der Österreichisch-Ungarischen Monarchie. Ihr Zusam­menbruch zu Ende des Ersten Weltkrieges führte Liechten­stein in eine Isoliertheit, die es dazu zwang, mit allen Mitteln um seine Existenz zu kämpfen. Bald danach wandte sich das Fürstentum der Schweiz zu, mit der es 1923 eine noch heute bestehende Zollunion einging.

 

Dem Fürsten Johann II. kommt das Verdienst zu, sein Land in ein modernes Fürstentum verwandelt zu haben, wobei er das Schloss von Vaduz vollständig restaurieren liess. Der zur­zeit regierende Fürst, Franz Josef II., ist der erste Regent, der dort seinen ständigen Wohnsitz hat.

Das Schloss von Vaduz kann nicht besichtigt werden, weil der regierende Fürst darin seinen Wohnsitz hat. Dieser nach zahlreichen Plänen und Fotos geschaffene Modellbogen ist eine getreue Wiedergabe dieser prächtigen mittelalterlichen Burg. Wir danken der Regierung des Fürstentums sowie der Liechtensteinischen Fremdenverkehrszentrale, die uns mit ihren Ratschlägen und Dokumenten eine wertvolle Hilfe waren.

 

* Eine reichsunmittelbare Herrschaft war direkt dem Kaiser unterstellt. Sie verlieh ihren Regenten den Titel eines Reichs­fürsten und den Beitritt in den Reichsf ürstenrat.

 

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Modellbogen und Werkhefte
  • Natürlich hat Edwin Morf den Modellbogen nicht erfunden. Vorläufer davon gibt es seit Mitte des 16. Jahrhunderts. In der Rokoko-Zeit hat der Dichterfürst Goethe »allerley artige Lusthäuser ... mit Pilastern, Freitreppen und Dächern« aus Papier ersonnen. Grosse Mode wurde der Modellbogen aber erst im 19. Jahrhundert, vor allem nach der Erfindung der Lithographie. Damals kamen in deutschen und französischen Verlagen Tausende von Modellen auf den Markt; alles Erdenkliche wurde angeboten, Königspaläste, Tempelruinen, Opernhäuser, funktioniernde (!) Dampfmaschinen und Nähmaschinen, Unterseeboote und Eiffeltürme in allen Grössen. Neben hervorragenden Konstruktionen gab es auch viel eilig hergestellten, billigen und geschmacklosen Schund.
  • Die Modellbogen des von Edwin Morf ins Leben gerufenen nachmaligen Pädagogischen Verlages verstanden sich von Anfang an als Zeichen einer Reformbewegung und eines Neubeginns nach dem Ersten Weltkrieg. Die Modelle sollten qualitativ hochstehend, kindergerecht und lehrreich sein und schweizerischen Verhältnissen und Bedürfnissen Rechnung tragen. Von diesem pädagogischen, ja volkserzieherischen Impetus zeugt ein Rundschreiben Morfs aus Jahre 1933, aus dem folgende Passage zitiert sei:
  • »Wenn die Abende früher hereinbrechen, taucht für alle, die sich für das Wohl der Jugend verantwortlich fühlen, die wichtige Frage auf: Wie beschäftigen wir unsere Jungmannschaft, besonders das tatendurstige Bubenvolk, unterhaltend und nutzbringend? Die jungen Leute sollen lesen! höre ich sagen. Nur lesen? Nein, auch mit Hand und Werkzeug will und soll unsere Jugend tüchtig werden, soll Genauigkeit und Ausdauer üben und dies auf eine Weise, als ob's Spiel wäre. Unmerklich soll ihr die Freude an sauberer Arbeit aufgehen. Sie möchte gerne etwas Schönes entstehen sehen, das noch nach Jahren Zeuge ihres Fleisses, ihrer Ausdauer und Erfindungsgabe sei, darauf hat sie ein Recht.«
  • Über diesen Punkt herrscht heute weiterherum Einigkeit: wie alle »nützlichen« Freizeitbeschäftigungen ist das Modellbogenbasteln nicht nur ein kurzweiliger Zeitvertreib, sondern hat auch einen nachhaltigen Lerneffekt. Geschult werden, ganz nach Edwin Morfs Ansicht, Ausdauer und Genauigkeit, im Einzelnen das Umsetzen einer komplizierten Anleitung, die Feinmotorik, das räumliche Sehen. Jedes Kind, das ein Modell nach einem Konstruktionsplan ohne böse Fehler nachbauen kann, hat eine beachtliche Leistung vollbracht und hat nachher auch ein greifbares, schönes Resultat in den Händen. Auf dieses darf es stolz sein; es ist ein sichtbares Erfolgserlebnis, das zu weiteren Taten anspornt. Und ganz nebenher erfährt es noch eine Menge Wissenswertes über das Objekt, das es soeben konstruiert hat, über dessen Geschichte, Bedeutung und Funktion.
  • Obwohl sich seit den Gründungsjahren des Verlages die Welt insgesamt und die Welt des Kindes im Besonderen dramatisch verändert hat, erfreut sich der Modellbogen ungebrochener Beliebtheit. Offensichtlich bietet das Basteln eines schönen Kartonmodells etwas, das weder Barbie-Puppen noch Videospiele, weder Elektronik-Baukästen noch Game-Boys bieten können. Die Verkaufsziffern sprechen hier eine deutliche Sprache.
    Der Modellbogen wird nicht aussterben; diese Prognose sei hier gewagt. Trotz Infotainment und dauernder Musikberieselung, trotz der Attraktivität von schnarrendem, piepsendem, umhersausendem Techno-Spielzeug aller Art: wenn's dann irgendwann für einmal still wird im Kinderzimmer, dann kommt er wieder auf den Tisch, der alte, geliebte Modellbogen, und dann herrscht wieder Ruhe, Konzentration, Aufmerksamkeit - und stille Freude über das gelungene Werk.
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