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04907 - Château Vaumarcus

04907 - Château Vaumarcus

  • Bestellnummer: 04907
  • Autor: Alexandre Gisiger 
  • Sprache: d/F 
  • Schwierigkeitsgrad: einfach
  • Anzahl Bogen:   3.5 A4
  • Anzahl teile:         49
 
 
Château Vaumarcus

Tausend Jahre Geschichte

Schloss Vaumarcus, eines der schönsten Zeugen des Mittelalters in der Schweiz, erhebt sich auf einem felsigen Vorsprung über dein Neuenburgersee am Ausgang der Kluft der Vaux. Einige Historiker glauben, dass es auf römischen Fundationen errichtet wurde, da die «Vy d'Etra» oberhalb des Schlosses vorbeiführte. Andere, wie A. de Mandrot, datieren seinen Ursprung in das 9. oder 10. Jahrhundert. 1285 wurde es zum erstenmal in einer Akte als Schloss «Vaumarcui» schriftlich erwähnt. Zweifel bestehen auch hinsichtlich der Herkunft der Herren von Vaumarcus und Ihrer Verbindung mit den Häusern Estavayer und Grandson.

Die Herren von Vaumarcus

Im 13. Jahrhundert war die finanzielle Lage der Herren von Vaumarcus prekär. Zunächst verkauften sie verschiedene Rechte im Waadtland und 1309 sah sich Pierre III genötigt, seinen Herrschaftsitz den Grafen von Neuchätel zu übergeben. Diese gerieten in einen kriegerischen Konflikt mit den Herren von Grandson und befestigten Schloss Vaumarcus. In den Burgunderkriegen spielte es eine nicht unbedeutende Rolle. Jean II von Neuchätel-Vaumarcus öffnete die Tore seines schwach verteidigten Schlosses Karl dem Kühnen und schlug sich auf Seiten des Herzogs. Dies wurde Übel aufgenommen und nach der Schlacht von Grandson, die etwa 3 km südwestlich von Vaumarcus stattfand, setzten die Schweizer das Schloss im Sinne von Repressalien in Brand.

Des Verrates angeklagt wurde Jean II sein Herrschaftsitz abgesprochen und seinem Sohn, Claude von Neuchätel-Vaumarcus, übergeben. 1599 wurde der berner Patrizier Jean-Ulrich von Bonstetten durch Heirat Freiherr von Vaumarcus. 1675 erbte die Familie von Buren das Lehen. Claude von Buren, Vogt von Nidau und Gatte der Tochter des Bürgermeisters von Den Haag, liess 1773 den Palast, besser gesagt das neue Schloss, neben dem alten erbauen.

Zu neuem Leben erwacht

Mitte dieses Jahrhunderts wurde Schloss Vaumarcus verlassen und drohte dem Verfall anheimzufallen. Von den Behörden und der lokalen Bevölkerung unterstützt entschloss sich der neue Besitzer, die ehrwürdigen Mauern zu neuem Leben zu erwecken und sie der Öffentlichkeit zugänglich zu machen. Beraten vom Denkmalschutz liess er 45 Räumlichkeiten des Schlosses sowie die Nebengebäude peinlich genau restaurieren:

Der Burgfried wurde ein gastronomisches und kulturelles Zentrum. Es linden dort regelmässig Hochzeitsfeiern, Familien- und Firmenfeste sowie Seminarien statt. Auch werden mittelalterliche Mahle gereicht, begleitet von Minnegesang.

Der Palast wurde in ein Verwaltungszentrum mit permanentem Sekretariat, «Trade Centre» genannt, umgestaltet. Es ist Sitz von etwa 30 Gesellschaften und internationalen Vereinen.

Aus dem Verbindung steil und dem Dachstockwerk wurden Appartements und Gästezimmer.

Kelterhaus und Heuboden beherbergen ein regionales Zentrum, das täglich das ganze Jahr hindurch für die Öffentüchkeit offen steht Es umfasst ein Panorama-Restaurant, ein kleines Geschichtsmu-seum, einen Saal, der für kulturelle Ausstellungen reserviert ist sowie eine Verkaufsgalerie mit 15 Geschäften.

Die Landwirtschaftlichen Gebäulichkeiten, Ställe und Remisen sind heute Büros, Appartements, Produktionsstätten sowie Zentrum für Freizeitgestaltung und Dienstleistungen.

Im Einklang mit seiner ursprünglichen Bestimmung ist Schloss Vaumarcus wieder zu einer Stätte der Kultur, der Gaumenfreuden, des Handels und der Vergnügungen geworden.

 

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Modellbogen und Werkhefte
  • Natürlich hat Edwin Morf den Modellbogen nicht erfunden. Vorläufer davon gibt es seit Mitte des 16. Jahrhunderts. In der Rokoko-Zeit hat der Dichterfürst Goethe »allerley artige Lusthäuser ... mit Pilastern, Freitreppen und Dächern« aus Papier ersonnen. Grosse Mode wurde der Modellbogen aber erst im 19. Jahrhundert, vor allem nach der Erfindung der Lithographie. Damals kamen in deutschen und französischen Verlagen Tausende von Modellen auf den Markt; alles Erdenkliche wurde angeboten, Königspaläste, Tempelruinen, Opernhäuser, funktioniernde (!) Dampfmaschinen und Nähmaschinen, Unterseeboote und Eiffeltürme in allen Grössen. Neben hervorragenden Konstruktionen gab es auch viel eilig hergestellten, billigen und geschmacklosen Schund.
  • Die Modellbogen des von Edwin Morf ins Leben gerufenen nachmaligen Pädagogischen Verlages verstanden sich von Anfang an als Zeichen einer Reformbewegung und eines Neubeginns nach dem Ersten Weltkrieg. Die Modelle sollten qualitativ hochstehend, kindergerecht und lehrreich sein und schweizerischen Verhältnissen und Bedürfnissen Rechnung tragen. Von diesem pädagogischen, ja volkserzieherischen Impetus zeugt ein Rundschreiben Morfs aus Jahre 1933, aus dem folgende Passage zitiert sei:
  • »Wenn die Abende früher hereinbrechen, taucht für alle, die sich für das Wohl der Jugend verantwortlich fühlen, die wichtige Frage auf: Wie beschäftigen wir unsere Jungmannschaft, besonders das tatendurstige Bubenvolk, unterhaltend und nutzbringend? Die jungen Leute sollen lesen! höre ich sagen. Nur lesen? Nein, auch mit Hand und Werkzeug will und soll unsere Jugend tüchtig werden, soll Genauigkeit und Ausdauer üben und dies auf eine Weise, als ob's Spiel wäre. Unmerklich soll ihr die Freude an sauberer Arbeit aufgehen. Sie möchte gerne etwas Schönes entstehen sehen, das noch nach Jahren Zeuge ihres Fleisses, ihrer Ausdauer und Erfindungsgabe sei, darauf hat sie ein Recht.«
  • Über diesen Punkt herrscht heute weiterherum Einigkeit: wie alle »nützlichen« Freizeitbeschäftigungen ist das Modellbogenbasteln nicht nur ein kurzweiliger Zeitvertreib, sondern hat auch einen nachhaltigen Lerneffekt. Geschult werden, ganz nach Edwin Morfs Ansicht, Ausdauer und Genauigkeit, im Einzelnen das Umsetzen einer komplizierten Anleitung, die Feinmotorik, das räumliche Sehen. Jedes Kind, das ein Modell nach einem Konstruktionsplan ohne böse Fehler nachbauen kann, hat eine beachtliche Leistung vollbracht und hat nachher auch ein greifbares, schönes Resultat in den Händen. Auf dieses darf es stolz sein; es ist ein sichtbares Erfolgserlebnis, das zu weiteren Taten anspornt. Und ganz nebenher erfährt es noch eine Menge Wissenswertes über das Objekt, das es soeben konstruiert hat, über dessen Geschichte, Bedeutung und Funktion.
  • Obwohl sich seit den Gründungsjahren des Verlages die Welt insgesamt und die Welt des Kindes im Besonderen dramatisch verändert hat, erfreut sich der Modellbogen ungebrochener Beliebtheit. Offensichtlich bietet das Basteln eines schönen Kartonmodells etwas, das weder Barbie-Puppen noch Videospiele, weder Elektronik-Baukästen noch Game-Boys bieten können. Die Verkaufsziffern sprechen hier eine deutliche Sprache.
    Der Modellbogen wird nicht aussterben; diese Prognose sei hier gewagt. Trotz Infotainment und dauernder Musikberieselung, trotz der Attraktivität von schnarrendem, piepsendem, umhersausendem Techno-Spielzeug aller Art: wenn's dann irgendwann für einmal still wird im Kinderzimmer, dann kommt er wieder auf den Tisch, der alte, geliebte Modellbogen, und dann herrscht wieder Ruhe, Konzentration, Aufmerksamkeit - und stille Freude über das gelungene Werk.
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