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03186 - Porte de Bâle St. Alban

03186 - Porte de Bâle St. Alban

  • Bestellnummer: 03186
  • Autor: Alexandre Gisiger 
  • Sprache: d/F 
  • Schwierigkeitsgrad: einfach
  • Anzahl Bogen:   2.0 A4
  • Anzahl teile:         18
 
 
Porte de Bâle St. Alban
 
Wie alle mittelalte:liehen Städte hat Basel sehr früh die Notwendigkeit eingesehen, sich vor den Überfällen der Plünderer und der kriegerischen Regenten der Umgegend zu schützen, indem man die Stadt mit Schutzwehren umgab.
 
In die Stadt herein kam der Reisende nur durch eine Öffnung, welche sich ebenerdig in gewissen befestigten Türmen befand, die Stadttore genannt wurden. Abend für Abend wurde das schwere, zweiflügelige Holztor zugemacht, und in gefahrvollen Zeiten wurde sogar ein Fallgatter heruntergelassen.
 
Am 18. Oktober 1356, nur wenige Jahre nach einer Pest-Epidemie, verwüstete ein schreckliches Erdbeben die Stadt Basel und verursachte eine Feuersbrunst, welche die durch die Erdstösse verschonten Häuser in Schutt und Asche legte.
 
Von 1361 bis 1398 wurden neue Stadtmauern erbaut, welche nicht nur die eigentliche Stadt umgaben, sondern auch die Vorstadt, die bis dahin ausserhalb der Mauer gelegen hatte, und sogar Gärten, Bauernhäuser und Gelände ohne Gebäude. Die Städteplaner des 14. Jahrhunderts wollten hoch hinaus - sehr hoch: die Rheinstadt überschritt diese sie umgebende Schutzmauer erst in der Mitte des 19. Jahrhunderts!
 
Im Mittelalter gehörten die Handwerker der einen oder ändern Zunft an, je nach dem Beruf, den sie ausübten. Desgleichen gehörten alle Einwohner der Aussenquartiere Basels im 13. Jahrhundert zwangsläufig zu einem der Vorstadt-Vereine, deren Aufgabe Wache und Verteidigung ihres Wohnviertels war.
 
Eine dieser Vorstädte entwickelte sich im Osten der Stadt, längs des Rheines, im St. Albantal. Dieser Stadtteil mit mehreren Mühlen entstand rund um ein Kloster herum und war wichtig zur Sicherstellung derErnährung der ganzen Stadt. Infolgedessen musste er geschützt sein durch starke Mauern mit Burggraben, und das Tor, welches die Verbindung zur Aussenwelt darstellte, musste so gebaut sein, dass es seine Aufgaben erfüllen konnte:
  • als Eingangstor zur Stadt
  • als Zollposten
  • als Aussenstation des Zeughauses, wo vor allem Armbrüste aufbewahrt wurden
  • als Verteidigungsbau der Vorstadt St. Alban
  • als Wachtposten, der Tag und Nacht besetzt war. Die Aufgabe des Wächters war es, die Stadt zu überwachen, um Flamme oder jeden verdächtigen Rauch zu entdecken; er hatte aber auch die Umgebung der Stadt im Auge zu behalten, um Alarm zu blasen, falls sich ein Feind näherte - besonders auf dem Rhein.

Die Tore der neuen Stadtmauer Basels aus dem 14. Jahrhundert waren zwischen 18 und 20 Meter hoch. Wegen seiner kriegstechnischen Wichtigkeit überragte das St. Albantor mit seiner Höhe von 25 Metern sie alle, und dazu kommt erst noch die 5 m hohe Dachpyramide. Die Mauern haben eine Dicke von l m 40, und die Ecken sind verstärkt durch starke, behauene Sandsteinblöcke. Die den Angriffen von aussen ausgesetzte Turmseite weist nur je eine Schiessscharte pro Stockwerk auf, sowie eine mit einer Klappe versehene Pechnase, die es erlaubte, die Belagerer am fuss des Turmes zu erreichen. Dagegen ist die der Stadt zugekehrte Fassade grosszügig geöffnet durch Fenster mit einem, zwei oder gar drei Flügeln.

Eine der grössten Persönlichkeiten der Geschichte kam nach Basel durch das St. Albantor: am 24. November 1797 machte der General Bonaparte einen Halt in der Rheinstadt, als er siegreich von Italien kam und auf dem Weg zum Kongress von Rastadt war. Er wurde von den Baslern mit grossem Jubel empfangen.

 

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Modellbogen und Werkhefte
  • Natürlich hat Edwin Morf den Modellbogen nicht erfunden. Vorläufer davon gibt es seit Mitte des 16. Jahrhunderts. In der Rokoko-Zeit hat der Dichterfürst Goethe »allerley artige Lusthäuser ... mit Pilastern, Freitreppen und Dächern« aus Papier ersonnen. Grosse Mode wurde der Modellbogen aber erst im 19. Jahrhundert, vor allem nach der Erfindung der Lithographie. Damals kamen in deutschen und französischen Verlagen Tausende von Modellen auf den Markt; alles Erdenkliche wurde angeboten, Königspaläste, Tempelruinen, Opernhäuser, funktioniernde (!) Dampfmaschinen und Nähmaschinen, Unterseeboote und Eiffeltürme in allen Grössen. Neben hervorragenden Konstruktionen gab es auch viel eilig hergestellten, billigen und geschmacklosen Schund.
  • Die Modellbogen des von Edwin Morf ins Leben gerufenen nachmaligen Pädagogischen Verlages verstanden sich von Anfang an als Zeichen einer Reformbewegung und eines Neubeginns nach dem Ersten Weltkrieg. Die Modelle sollten qualitativ hochstehend, kindergerecht und lehrreich sein und schweizerischen Verhältnissen und Bedürfnissen Rechnung tragen. Von diesem pädagogischen, ja volkserzieherischen Impetus zeugt ein Rundschreiben Morfs aus Jahre 1933, aus dem folgende Passage zitiert sei:
  • »Wenn die Abende früher hereinbrechen, taucht für alle, die sich für das Wohl der Jugend verantwortlich fühlen, die wichtige Frage auf: Wie beschäftigen wir unsere Jungmannschaft, besonders das tatendurstige Bubenvolk, unterhaltend und nutzbringend? Die jungen Leute sollen lesen! höre ich sagen. Nur lesen? Nein, auch mit Hand und Werkzeug will und soll unsere Jugend tüchtig werden, soll Genauigkeit und Ausdauer üben und dies auf eine Weise, als ob's Spiel wäre. Unmerklich soll ihr die Freude an sauberer Arbeit aufgehen. Sie möchte gerne etwas Schönes entstehen sehen, das noch nach Jahren Zeuge ihres Fleisses, ihrer Ausdauer und Erfindungsgabe sei, darauf hat sie ein Recht.«
  • Über diesen Punkt herrscht heute weiterherum Einigkeit: wie alle »nützlichen« Freizeitbeschäftigungen ist das Modellbogenbasteln nicht nur ein kurzweiliger Zeitvertreib, sondern hat auch einen nachhaltigen Lerneffekt. Geschult werden, ganz nach Edwin Morfs Ansicht, Ausdauer und Genauigkeit, im Einzelnen das Umsetzen einer komplizierten Anleitung, die Feinmotorik, das räumliche Sehen. Jedes Kind, das ein Modell nach einem Konstruktionsplan ohne böse Fehler nachbauen kann, hat eine beachtliche Leistung vollbracht und hat nachher auch ein greifbares, schönes Resultat in den Händen. Auf dieses darf es stolz sein; es ist ein sichtbares Erfolgserlebnis, das zu weiteren Taten anspornt. Und ganz nebenher erfährt es noch eine Menge Wissenswertes über das Objekt, das es soeben konstruiert hat, über dessen Geschichte, Bedeutung und Funktion.
  • Obwohl sich seit den Gründungsjahren des Verlages die Welt insgesamt und die Welt des Kindes im Besonderen dramatisch verändert hat, erfreut sich der Modellbogen ungebrochener Beliebtheit. Offensichtlich bietet das Basteln eines schönen Kartonmodells etwas, das weder Barbie-Puppen noch Videospiele, weder Elektronik-Baukästen noch Game-Boys bieten können. Die Verkaufsziffern sprechen hier eine deutliche Sprache.
    Der Modellbogen wird nicht aussterben; diese Prognose sei hier gewagt. Trotz Infotainment und dauernder Musikberieselung, trotz der Attraktivität von schnarrendem, piepsendem, umhersausendem Techno-Spielzeug aller Art: wenn's dann irgendwann für einmal still wird im Kinderzimmer, dann kommt er wieder auf den Tisch, der alte, geliebte Modellbogen, und dann herrscht wieder Ruhe, Konzentration, Aufmerksamkeit - und stille Freude über das gelungene Werk.
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