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03185 - Temple Gallo-Romain

03185 - Temple Gallo-Romain

  • Bestellnummer: 03185
  • Autor: Alexandre Gisiger 
  • Sprache: d/F 
  • Schwierigkeitsgrad: einfach
  • Anzahl Bogen:   2.0 A4
  • Anzahl teile:         29
 
 
Temple Gallo-Romain
 

Vor der Römerherrschaft, die wahrscheinlich im Jahr 15 v. Chr. begann, wohnten die keltischen Stämme der Helvetier in Holzhäusern. Die Häuser waren entweder zu Siedlungen gruppiert oder standen auch allein, oftmals auf Anhöhen, um die Verteidigung zu erleichtern, oftmals auch waren sie umgeben von Holzzäunen und Gräben. Die Römer veränderten das Bild des Siedlungen gründlich. Sie führten eine strenge städtische Ordnung ein nach dem Vorbild der Militärlager. Die neuen römischen Städte entwickelten sich in der Ebene, nach einem geometrischen, Plan, der sie in gleich grosse Quartiere aufteilte, Insulae genannt, mit Strassen, welche sich rechtwinklig schneiden. Eine mit Türmen verstärkte Ringmauer diente der Verteidigung. 

Das Leben in der Stadt kristallisierte sich rund um die öffentlichen Bauten. In der Mitte das Forum, den Gerichtshof: ein grosser, rechteckiger Platz, umgeben von Säulenhallen und Verkaufsläden. Hier traf man sich zu öffentlichen Versammlungen, und den lieben langen Tag kamen dort die Stadtbewohner zusammen, die Freude hatten an einem Gespräch unter Freunden. Auf der einen Seite des Forums befand sich stets ein Tempel, meistens dem Jupiter geweiht. Ihm gegenüber wurde der Forumsplatz abgeschlossen durch die basilica, die Markthalle. Dieses grosse öffentliche Gebäude, das sowohl dem Gericht als auch dem Markt diente, hatte im Innern eine grosse Ähnlichkeit mit unseren alten Kirchenbauten: Mittelschiff und die zwei Seitenschiffe waren durch Säulenreihen abgegrenzt.

Neben anderen Vergnügungsstätten wies die römische Stadt vor allem ein Theater und ein Amphitheater auf. Das Theater mit Stufenanordnung im Halbkreis gegenüber der Bühne diente ausschliesslich der Aufführung von klassischen und religiösen Stücken. Ganz anders des Amphitheater: eine ellipsenförmige Arena, gänzlich umschlossen von ansteigenden Stufen.Dort wurden hauptsächlich Kampfspieleausgetragen, entweder zwischen Gladiatoren oder gegen wilde Tiere. 

Die Thermen oder öffentliche Bäder waren entweder für Frauen oder für Männer offen, und man konnte kalte, warme oder Dampfbäder nehmen, je nach dem Bedürfnis derBadenden. Zu jeder Badeanlage gehörte zudem ein Sportplatz. 

Das öffentliche Leben der römischen Städte wäre jedoch nicht vollständig ohne die Tempel. Die grössten unter ihnen, wozu auch der Tempel am Forum zu zählen ist, hatten die klassische, griechische Form: ein langes, rechteckiges Gebäude, cella genannt, überhöht auf einem Podium stehend und von einer Säulenreihe umgeben. Das Maison carree von Nimes (1. Jh. v. Chr.) stellt einen prächtigen Zeugen dieser Bauweise dar.

Doch in unseren Gegenden wurden auch andere, bescheidenere Gotteshäuser gebaut: die sogenannten gallorömischen Tempel. Es waren dies viereckige Bauten, meist mit einer Seitenlänge von 15 bis 25 Metern, die einen inneren Bau umschlossen, der zwei Stockwerke hoch war (die cella) und das Standbild jener Gottheit enthielt, der der Tempel geweiht war. Rund herum lief ein gedeckter Gang, auf jeder Seite auf vier oder sechs Säulen ruhte. Der durch eine Mauer abgegrenzte heilige Bezirk, der den Tempel umgab, war der weltlichen Macht entzogen, wovon die Straffälligen natürlich zu profitieren suchten.

Die grossen Tempel waren den römischen Hauptgöttern geweiht, die gallorömischen Vierecktempel eher den Lokalgöttern, welche die Römer nicht zu enttrohnen vermochten. Es war zweifellos weise von den Römern, dass sie keltische und römische Gottheiten nebeneinander bestehen Hessen.

AVENTICUM

Die Ringmauer war 5,7 km lang; sie wies 73 Türme und grosse Tore auf. Die Wohnhäuser und öffentlichen Bauten nahmen nur die Hälfte des umschlossenen Raumes ein. Die Stadt war in 42 Quartiere oder insulae aufgeteilt - soviel ist bekannt —, welche im Durchschnitt etwa 70 auf HO m massen. Die Ausgrabungen haben bisher folgende öffentliche Bauten erkennen lassen: das Forum (140 x 110 m), einen Tempel, der vielleicht Jupiter, Juno und Minerva geweiht war, die Storchensäule als Teil eines anderen Tempels, ein Theater, ein Amphitheater und drei Thermen.

 

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Modellbogen und Werkhefte
  • Natürlich hat Edwin Morf den Modellbogen nicht erfunden. Vorläufer davon gibt es seit Mitte des 16. Jahrhunderts. In der Rokoko-Zeit hat der Dichterfürst Goethe »allerley artige Lusthäuser ... mit Pilastern, Freitreppen und Dächern« aus Papier ersonnen. Grosse Mode wurde der Modellbogen aber erst im 19. Jahrhundert, vor allem nach der Erfindung der Lithographie. Damals kamen in deutschen und französischen Verlagen Tausende von Modellen auf den Markt; alles Erdenkliche wurde angeboten, Königspaläste, Tempelruinen, Opernhäuser, funktioniernde (!) Dampfmaschinen und Nähmaschinen, Unterseeboote und Eiffeltürme in allen Grössen. Neben hervorragenden Konstruktionen gab es auch viel eilig hergestellten, billigen und geschmacklosen Schund.
  • Die Modellbogen des von Edwin Morf ins Leben gerufenen nachmaligen Pädagogischen Verlages verstanden sich von Anfang an als Zeichen einer Reformbewegung und eines Neubeginns nach dem Ersten Weltkrieg. Die Modelle sollten qualitativ hochstehend, kindergerecht und lehrreich sein und schweizerischen Verhältnissen und Bedürfnissen Rechnung tragen. Von diesem pädagogischen, ja volkserzieherischen Impetus zeugt ein Rundschreiben Morfs aus Jahre 1933, aus dem folgende Passage zitiert sei:
  • »Wenn die Abende früher hereinbrechen, taucht für alle, die sich für das Wohl der Jugend verantwortlich fühlen, die wichtige Frage auf: Wie beschäftigen wir unsere Jungmannschaft, besonders das tatendurstige Bubenvolk, unterhaltend und nutzbringend? Die jungen Leute sollen lesen! höre ich sagen. Nur lesen? Nein, auch mit Hand und Werkzeug will und soll unsere Jugend tüchtig werden, soll Genauigkeit und Ausdauer üben und dies auf eine Weise, als ob's Spiel wäre. Unmerklich soll ihr die Freude an sauberer Arbeit aufgehen. Sie möchte gerne etwas Schönes entstehen sehen, das noch nach Jahren Zeuge ihres Fleisses, ihrer Ausdauer und Erfindungsgabe sei, darauf hat sie ein Recht.«
  • Über diesen Punkt herrscht heute weiterherum Einigkeit: wie alle »nützlichen« Freizeitbeschäftigungen ist das Modellbogenbasteln nicht nur ein kurzweiliger Zeitvertreib, sondern hat auch einen nachhaltigen Lerneffekt. Geschult werden, ganz nach Edwin Morfs Ansicht, Ausdauer und Genauigkeit, im Einzelnen das Umsetzen einer komplizierten Anleitung, die Feinmotorik, das räumliche Sehen. Jedes Kind, das ein Modell nach einem Konstruktionsplan ohne böse Fehler nachbauen kann, hat eine beachtliche Leistung vollbracht und hat nachher auch ein greifbares, schönes Resultat in den Händen. Auf dieses darf es stolz sein; es ist ein sichtbares Erfolgserlebnis, das zu weiteren Taten anspornt. Und ganz nebenher erfährt es noch eine Menge Wissenswertes über das Objekt, das es soeben konstruiert hat, über dessen Geschichte, Bedeutung und Funktion.
  • Obwohl sich seit den Gründungsjahren des Verlages die Welt insgesamt und die Welt des Kindes im Besonderen dramatisch verändert hat, erfreut sich der Modellbogen ungebrochener Beliebtheit. Offensichtlich bietet das Basteln eines schönen Kartonmodells etwas, das weder Barbie-Puppen noch Videospiele, weder Elektronik-Baukästen noch Game-Boys bieten können. Die Verkaufsziffern sprechen hier eine deutliche Sprache.
    Der Modellbogen wird nicht aussterben; diese Prognose sei hier gewagt. Trotz Infotainment und dauernder Musikberieselung, trotz der Attraktivität von schnarrendem, piepsendem, umhersausendem Techno-Spielzeug aller Art: wenn's dann irgendwann für einmal still wird im Kinderzimmer, dann kommt er wieder auf den Tisch, der alte, geliebte Modellbogen, und dann herrscht wieder Ruhe, Konzentration, Aufmerksamkeit - und stille Freude über das gelungene Werk.
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