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152 - Zoo 2

152 - Zoo 2

  • Bestellnummer: 152
  • Autor: Dieter Matthäus
  • Schwierigkeitsgrad: ab 6 J.
  • Selbständige Einzelteile: 6
  • Sprache: d
  • Massstab:

Mit diesem Bogen kannst du deinen Zoo gründen und ihn mit anderen Zoo-Bogen erweitern. Du fragst dich wohl: Was ist ein Zoo und wozu dient er? Nun, früher waren die Zoologischen Gärten einfach dazu da, dem Besucher viele Arten von fremden Tieren zu zeigen. Heute hat der Zoo noch andere Aufgaben. So dient er den Zoologen dazu, das Verhalten der Tiere zu studieren. Daneben hat er noch einen weiteren, sehr wichtigen Auftrag, nämlich die Weiterzucht der Tiere, hauptsächlich derjeniger Tierarten, deren Leben in freier Natur bedroht ist. Heute wird bei der Haltung der Tiere sehr darauf geachtet, die Gehege, in denen sie leben, ihren Gewohnheiten und Bedürfnissen entsprechend zu gestalten. Der Zoo ist auch von grosser Bedeutung für Schulen, die den Unterricht dadurch ergänzen, dass sie lebende Tiere beobachten.

Auf diesem Bogen gibt es folgende Tiere:

Seelöwe:

Vorkommen: Kalifornien, nördliche Meeresgebiete, Küsten Südamerikas, Australiens und Neuseelands. Seelöwen gehören zu den Ohrenrobben. Sie leben gesellig und ruhen in grossen Gruppen an Stränden. Auf dem Land watscheln sie auf ihren Flossen und bewegen den massigen Körper unbeholfen vorwärts. Dagegen sind sie im Wasser mit ihrem torpedoförmigen Körper gewandt und flink, besonders wenn sie auf Nahrungsjagd sind. Sie ernähren sich vor allem von Fischen und Tintenfischen. Die Nasenlöcher verschliessen sich beim Tauchen automatisch. Die Zunge blockiert den hinteren Teil des Schlundes. So können sie unter Wasser das Maul öffnen, ohne dass sie Wasser schlucken, wenn sie mit ihren scharfen Zähnen Fische fangen. Seelöwen können bis zu 8 Minuten lang den Atem anhalten und bis zu 360 Meter tief tauchen.

Steppenzebra:

Vorkommen: östliches und südliches Afrika. Die drei Zebra-Arten sind Grevy-, Berg- und Steppenzebra. Sie gehören zu den Einhufern. Jede Familie hat einen Hengst und mehrere Stuten mit Fohlen. Der Hengst verwendet viel Energie darauf, seine Familie zu bewachen, damit keines der Tiere sich verirrt. Die Hauptnahrung ist Gras; gelegentlich fressen Zebras auch Blätter uind Rinde. Jedes Zebra besitzt sein eigenes Streifenmuster, das wie der menschliche Fingerabdruck einmalig ist. Sie verlassen sich auf ihren Geruchssinn und erkennen einander an ihren Streifen. Jedes hat seinen eigenen Ruf. Diese Formen der Verständigung sichern den Zusammenhalt der Gruppe. Das Fohlen hat eine enge Beziehung zu seiner Mutter und folgt ihr, bis es dreijährig ist.Nach einem Jahr wird es von ihr nicht mehr gesäugt.

Elefant:

Vorkommen: Es gibt zwei Arten von Elefanten, den Afrikanischen, der in Steppen und bewaldeten Savannen lebt, und den Asiatischen, der in Südostasien verschiedene Lebensräume bewohnt wie Regen- und Trockenwälder. Der Afrikanische Elefant (unsere Abbildung) ist grösser, er hat grössere Ohren als sein asiatischer Vetter. Mit einem Gewicht bis zu 6 Tonnen ist der Elefant das grösste Landtier. Die Nahrung besteht aus Gräsern, Früchten, Blättern, Zweigen, Rinde und Wurzeln. Diese intelligenten, sensiblen und geselligen Säugetiere leben in Familienverbänden. Das erstaunlichste Organ des Elefanten ist sein Rüssel. Er dient hauptsächlich dazu, die Gräser, Blätter und Zweige zu pflücken, von denen sich das Tier ernährt. Mit dem Rüssel beriecht und betastet es andere Elefanten und die Jungen. Die grossen Ohrenlappen dienen der Regulierung der Körpertemperatur. Der Elefant hat ausser dem Menschen keinen Feind.

Schneeleopard:

Vorkommen: Innerasiatisches Hochgebirge. Im Winter steigt der Schneeleopard auf 4500 Meter. Schneepeoparden sind Einzelgänger und sehr scheu. Unter allen Katzen besitzt der Schneeleopard den längsten Schwanz.Er dient als Balancierstange auf schmalen Felsgraten und als Steuerruder beim Überspringen von Abgründen. Die grossen Pfoten mit dickem Fellpolster schützen vor der Kälte in Eis und Schnee und verhindern, dass der Schneeleopard zu tief im Schnee einsinkt. Seine Hauptnahrung besteht aus Wildschafen, Rehen, Steinböcken und Schneehühnern.

Gorilla:

Vorkommen: In den Urwäldern Westafrikas und des Kongo. Der Gorilla ist die grösste und stärkste Affenart. Die Gorillas ernähren sich ausschliesslich von Pflanzen, Früchten und Wurzeln. Gorillas sind friedliche und scheue Tiere. Nur wenn man eine Gorilla-Familie angreift, wird das Männchen aggressiv, um seine Gruppe zu verteidigen. Gorilla-Männchen (Silberrücken-Männchen) zeigen sich im Umgang mit den Jungtieren als geduldige Familienväter. Der Mensch zerstört den Lebensraum dieser Tiere immer mehr. Das Schicksal aller Tiere hängt davon ab, wie der Mensch seine Umwelt gestaltet und ob er seine Rolle als Treuhänder der Natur ernst nehmen will. Die Ausbeutung der Natur ohne Rücksicht auf die Umwelt wird auch dem Menschen zum Verhängnis werden.

Anden-Kondor:

Vorkommen: Anden, von Venezuela bis Feuerland. Kondore gehören zu den Neuweltgeiern. Der Anden-Kondor ist einer der grössten Vögel Südamerikas. Er wird von den Indios sehr verehrt. Auf seinen gewaltigen Schwingen (Flügelspannweite bis 3 Meter) gleitet er durch die Lüfte bis auf über 5000 Meter und sucht die Gegend nach verendeten Lamas und anderem Aas ab. Er hält sich vorwiegend an den Küsten auf. Der Kondor lebt in der Regel alleine. Ausgewachsen hat er eine weisse Halskrause. Das weibliche Tier ist kleiner und besitzt keinen Kamm. Der Horst dieser Vögel befindet sich an steilen Felsküsten, die zum Meer hin abfallen.

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Modellbogen und Werkhefte
  • Natürlich hat Edwin Morf den Modellbogen nicht erfunden. Vorläufer davon gibt es seit Mitte des 16. Jahrhunderts. In der Rokoko-Zeit hat der Dichterfürst Goethe »allerley artige Lusthäuser ... mit Pilastern, Freitreppen und Dächern« aus Papier ersonnen. Grosse Mode wurde der Modellbogen aber erst im 19. Jahrhundert, vor allem nach der Erfindung der Lithographie. Damals kamen in deutschen und französischen Verlagen Tausende von Modellen auf den Markt; alles Erdenkliche wurde angeboten, Königspaläste, Tempelruinen, Opernhäuser, funktioniernde (!) Dampfmaschinen und Nähmaschinen, Unterseeboote und Eiffeltürme in allen Grössen. Neben hervorragenden Konstruktionen gab es auch viel eilig hergestellten, billigen und geschmacklosen Schund.
  • Die Modellbogen des von Edwin Morf ins Leben gerufenen nachmaligen Pädagogischen Verlages verstanden sich von Anfang an als Zeichen einer Reformbewegung und eines Neubeginns nach dem Ersten Weltkrieg. Die Modelle sollten qualitativ hochstehend, kindergerecht und lehrreich sein und schweizerischen Verhältnissen und Bedürfnissen Rechnung tragen. Von diesem pädagogischen, ja volkserzieherischen Impetus zeugt ein Rundschreiben Morfs aus Jahre 1933, aus dem folgende Passage zitiert sei:
  • »Wenn die Abende früher hereinbrechen, taucht für alle, die sich für das Wohl der Jugend verantwortlich fühlen, die wichtige Frage auf: Wie beschäftigen wir unsere Jungmannschaft, besonders das tatendurstige Bubenvolk, unterhaltend und nutzbringend? Die jungen Leute sollen lesen! höre ich sagen. Nur lesen? Nein, auch mit Hand und Werkzeug will und soll unsere Jugend tüchtig werden, soll Genauigkeit und Ausdauer üben und dies auf eine Weise, als ob's Spiel wäre. Unmerklich soll ihr die Freude an sauberer Arbeit aufgehen. Sie möchte gerne etwas Schönes entstehen sehen, das noch nach Jahren Zeuge ihres Fleisses, ihrer Ausdauer und Erfindungsgabe sei, darauf hat sie ein Recht.«
  • Über diesen Punkt herrscht heute weiterherum Einigkeit: wie alle »nützlichen« Freizeitbeschäftigungen ist das Modellbogenbasteln nicht nur ein kurzweiliger Zeitvertreib, sondern hat auch einen nachhaltigen Lerneffekt. Geschult werden, ganz nach Edwin Morfs Ansicht, Ausdauer und Genauigkeit, im Einzelnen das Umsetzen einer komplizierten Anleitung, die Feinmotorik, das räumliche Sehen. Jedes Kind, das ein Modell nach einem Konstruktionsplan ohne böse Fehler nachbauen kann, hat eine beachtliche Leistung vollbracht und hat nachher auch ein greifbares, schönes Resultat in den Händen. Auf dieses darf es stolz sein; es ist ein sichtbares Erfolgserlebnis, das zu weiteren Taten anspornt. Und ganz nebenher erfährt es noch eine Menge Wissenswertes über das Objekt, das es soeben konstruiert hat, über dessen Geschichte, Bedeutung und Funktion.
  • Obwohl sich seit den Gründungsjahren des Verlages die Welt insgesamt und die Welt des Kindes im Besonderen dramatisch verändert hat, erfreut sich der Modellbogen ungebrochener Beliebtheit. Offensichtlich bietet das Basteln eines schönen Kartonmodells etwas, das weder Barbie-Puppen noch Videospiele, weder Elektronik-Baukästen noch Game-Boys bieten können. Die Verkaufsziffern sprechen hier eine deutliche Sprache.
    Der Modellbogen wird nicht aussterben; diese Prognose sei hier gewagt. Trotz Infotainment und dauernder Musikberieselung, trotz der Attraktivität von schnarrendem, piepsendem, umhersausendem Techno-Spielzeug aller Art: wenn's dann irgendwann für einmal still wird im Kinderzimmer, dann kommt er wieder auf den Tisch, der alte, geliebte Modellbogen, und dann herrscht wieder Ruhe, Konzentration, Aufmerksamkeit - und stille Freude über das gelungene Werk.
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