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416 - Schloss Rapperswil

416 - Schloss Rapperswil

  • Bestellnummer: 416
  • Autor: Heinrich Pfenninger
  • Schwierigkeitsgrad: ab 10 J.
  • Selbständige Einzelteile: 1
  • Sprache: d, f
  • Massstab: 1:200

Das Schloss Rapperswil thront seit Jahrhunderten auf einem felsigen Sporn, der ein gehöriges Stück weit in den Zürichsee vorstösst. Diese «Veste», später auch Burg genannt, wurde in den Jahren 1220-30 von einem Vogt Rudolf erbaut. Bis dahin hatte dieser auf der andern Seite des Obersees, bei Lachen, einen bescheideneren Wohnsitz gehabt.

Was mag jenen Rudolf, der bald zum Grafen ernannt worden ist, damals bewogen haben, diese Felsrippe als Bauplatz zu wählen? Von seiner Burg herab liess sich vor allem die Wasserstrasse von Zürich Richtung Bündnerpässe leicht überwachen. Dann hatte man aber auch den Querverkehr fest in der Hand, der von Winterthur kommend dem Gotthardübergang galt. Überdies zogen da dauernd viele Pilgerzüge vorbei, die dem Wallfahrtsort Einsiedeln zustrebten. Kein Wunder, wenn sich bald zu Füssen des neuen Grafensitzes ein schmuckes Städtchen zu entwickeln begann.

Der Burgplatz selber bot besondere Vorteile. Auf drei Seiten war er von Wasser umgeben, also natürlich geschützt. Man brauchte somit nur die Landseite zu verriegeln. Die Burg bildet denn auch ein fast gleichseitiges Dreieck. Jede Ecke ist mit einem Turm verstärkt. Der höchste, der Bergfried, war lange Zeit Sitz des Hochwächters. Der warnte mit grellen Hornstössen die Stadt- und Burgbewohner, wenn Gefahr nahte oder wenn irgendwo aus Rapperswils Dächerschar Flammen hochschossen. Darum wird dieser Turm von den «Rosenstädtern» jetzt noch «Gügeliturm» genannt. Die Ostspitze der Burg bildet der fünfeckige «Zeitturm», der heute, über einer älteren Sonnenuhr, zwei Zifferblätter trägt. Auf einer der drei Glocken, die darüber hängen, soll sich der Spruch finden: «Herr, gib Frieden in unseren Tagen!»

Unser Modell zeigt die Burg so, wie sie damals neu aufgeführt worden ist. Von den genannten beiden Ecktürmen führen Wehrgänge zum dritten Turm, der «Pulverturm» heisst und so verrät, welchem Zweck er früher einmal gedient haben mag. Die Türme umstehen einen geschlossenen Innenhof, zu dem man nur von der Westseite her durch ein Portal gelangt. Der Burg gegen Osten vorgelagert ist ferner ein ummauerter Zwinger. Wer von der Stadt her zum Schloss vordringen will, kommt zuerst zu einem doppelten Tor. Dann folgt ein langgezogener Anstieg, der sich einst zur Abwehr von Eindringlingen vorzüglich geeignet haben muss.

Seit 1442 ist das Schloss Eigentum der Stadt Rapperswil. Von 1870-1927 diente es als Polnisches National-Museum. Vom Jahr 1952 an war im Schloss das internationale Burgenforschungsinstitut zu Gaste. Seit 1962 dient nun der Rapperswiler Grafensitz als Schweizerisches Burgenmuseum. Seine reiche Schau verdient den Besuch aller Burgenfreunde.

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Modellbogen und Werkhefte
  • Natürlich hat Edwin Morf den Modellbogen nicht erfunden. Vorläufer davon gibt es seit Mitte des 16. Jahrhunderts. In der Rokoko-Zeit hat der Dichterfürst Goethe »allerley artige Lusthäuser ... mit Pilastern, Freitreppen und Dächern« aus Papier ersonnen. Grosse Mode wurde der Modellbogen aber erst im 19. Jahrhundert, vor allem nach der Erfindung der Lithographie. Damals kamen in deutschen und französischen Verlagen Tausende von Modellen auf den Markt; alles Erdenkliche wurde angeboten, Königspaläste, Tempelruinen, Opernhäuser, funktioniernde (!) Dampfmaschinen und Nähmaschinen, Unterseeboote und Eiffeltürme in allen Grössen. Neben hervorragenden Konstruktionen gab es auch viel eilig hergestellten, billigen und geschmacklosen Schund.
  • Die Modellbogen des von Edwin Morf ins Leben gerufenen nachmaligen Pädagogischen Verlages verstanden sich von Anfang an als Zeichen einer Reformbewegung und eines Neubeginns nach dem Ersten Weltkrieg. Die Modelle sollten qualitativ hochstehend, kindergerecht und lehrreich sein und schweizerischen Verhältnissen und Bedürfnissen Rechnung tragen. Von diesem pädagogischen, ja volkserzieherischen Impetus zeugt ein Rundschreiben Morfs aus Jahre 1933, aus dem folgende Passage zitiert sei:
  • »Wenn die Abende früher hereinbrechen, taucht für alle, die sich für das Wohl der Jugend verantwortlich fühlen, die wichtige Frage auf: Wie beschäftigen wir unsere Jungmannschaft, besonders das tatendurstige Bubenvolk, unterhaltend und nutzbringend? Die jungen Leute sollen lesen! höre ich sagen. Nur lesen? Nein, auch mit Hand und Werkzeug will und soll unsere Jugend tüchtig werden, soll Genauigkeit und Ausdauer üben und dies auf eine Weise, als ob's Spiel wäre. Unmerklich soll ihr die Freude an sauberer Arbeit aufgehen. Sie möchte gerne etwas Schönes entstehen sehen, das noch nach Jahren Zeuge ihres Fleisses, ihrer Ausdauer und Erfindungsgabe sei, darauf hat sie ein Recht.«
  • Über diesen Punkt herrscht heute weiterherum Einigkeit: wie alle »nützlichen« Freizeitbeschäftigungen ist das Modellbogenbasteln nicht nur ein kurzweiliger Zeitvertreib, sondern hat auch einen nachhaltigen Lerneffekt. Geschult werden, ganz nach Edwin Morfs Ansicht, Ausdauer und Genauigkeit, im Einzelnen das Umsetzen einer komplizierten Anleitung, die Feinmotorik, das räumliche Sehen. Jedes Kind, das ein Modell nach einem Konstruktionsplan ohne böse Fehler nachbauen kann, hat eine beachtliche Leistung vollbracht und hat nachher auch ein greifbares, schönes Resultat in den Händen. Auf dieses darf es stolz sein; es ist ein sichtbares Erfolgserlebnis, das zu weiteren Taten anspornt. Und ganz nebenher erfährt es noch eine Menge Wissenswertes über das Objekt, das es soeben konstruiert hat, über dessen Geschichte, Bedeutung und Funktion.
  • Obwohl sich seit den Gründungsjahren des Verlages die Welt insgesamt und die Welt des Kindes im Besonderen dramatisch verändert hat, erfreut sich der Modellbogen ungebrochener Beliebtheit. Offensichtlich bietet das Basteln eines schönen Kartonmodells etwas, das weder Barbie-Puppen noch Videospiele, weder Elektronik-Baukästen noch Game-Boys bieten können. Die Verkaufsziffern sprechen hier eine deutliche Sprache.
    Der Modellbogen wird nicht aussterben; diese Prognose sei hier gewagt. Trotz Infotainment und dauernder Musikberieselung, trotz der Attraktivität von schnarrendem, piepsendem, umhersausendem Techno-Spielzeug aller Art: wenn's dann irgendwann für einmal still wird im Kinderzimmer, dann kommt er wieder auf den Tisch, der alte, geliebte Modellbogen, und dann herrscht wieder Ruhe, Konzentration, Aufmerksamkeit - und stille Freude über das gelungene Werk.
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