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333 - Formel-1-Rennauto - 1:16

333 - Formel-1-Rennauto - 1:16

  • Bestellnummer: 333
  • Autor: Peter Mandzjuk
  • Schwierigkeitsgrad: ab 10 J.
  • Selbständige Einzelteile: 1
  • Sprache: d, f 
  • Massstab: ca. 1:16
Formel-1-Rennauto
 

Die Formel 1 – ein magisches Wort für Millionen Menschen auf der
ganzen Welt.

Formel 1, das ist die höchstrangige und berühmteste Rennserie
des Automobilsports. Sie wird als Königsklasse dieser Wettbewerbs-
art bezeichnet, da sie den Anspruch erhebt, die höchsten techni-
schen, fahrerischen, aber auch finanziellen Anforderungen an die
beteiligten Teams (Autofirmen,Konstrukteure, Mannschaft, Fahrer)
zu stellen. Das Formel-1-Regelwerk, das fast jedes Jahr aufwändige
Änderungen bringt, umfasst viele Vorschriften betreffend Gewicht
(total, Einzelteile), Abmessungen, Ausstattung, Reifen, Motortyp,
Motorleistung, verwendeter Kraftstoff, Sicherheit des Piloten, Ver-
wendung von Ersatzteilen usw.

Wer bei der Formel 1 mitmachen will, muss gut bei Kasse sein. Die
Jahresbudgets der Spitzenteams bewegen sich zwischen 300 und
500 Millionen USD. Dieses Geld wird nicht nur für die Materialkosten
gebraucht, die durch die Entwicklung, Bereitstellung und ständige
Anpassung der Rennautos verursacht werden, sondern auch für
die vielen Arbeitslöhne. Zur Illustration: Alleine in Hinwil ZH sind
beim Team Sauber 430 Personen beschäftigt.

Die Mannschaften im Formel-1-Rennsport wechseln häufig. Gewisse
Teams ziehen sich zurück, oft weil ihnen das Ganze zu teuer gewor-
den ist. Für sie rücken sofort andere nach, die auch von der welt-
weiten Popularität und der Werbewirksamkeit dieser Rennserie profi-
tieren wollen. Das sehr erfolgreiche schweizerische Team Sauber
war früher mit Mercedes verbündet, dann operierte es viele Jahre
alleine, seit 2005 gehört es der BMW-Gruppe. Was die Zukunft bringt,
wird sich weisen.

Jedes Jahr werden maximal 19 Rennen ausgetragen, sog. Grand
Prix, meistens auf 4 Erdteilen. Dabei werden Punkte für die besten
Fahrer und die besten Konstrukteure vergeben. Am Ende der Renn-
saison steht dann fest, wer Formel-1-Weltmeister ist und welches
Werkteam mit seinen Autos die Konstrukteurswertung gewonnen hat.
– Der Sauber-BMW war 2007 drittbester F1-Rennwagen; durch die
nachträgliche Disqualifikation des Teams McLaren-Mercedes wurde
das Team Zweiter in der WM der Konstrukteure. 2008 erreichte es
den dritten Platz.

Für den Schutz der Piloten wird heute viel getan. Der letzte tödliche
Unfall (Ayrton Senna) liegt 15 Jahre zurück. Das Monocoque ist
heute Kernstück jedes F1-Autos, es ist Arbeitsplatz für den Fahrer
und fast unzerstörbare Sicherheitszelle in einem. Wie fast das ganze
Auto (ohne Motor, Getriebe und Radträger) wird es aus dem hervor-
ragenden Werkstoff Kohlefaser (und aus Aluminiumwaben) gefertigt.
Kohlefaser oder Karbon ist ist ähnlich steif wie Stahl, aber rund fünf-
mal leichter. Leider ist es teuer und in der Anwendung kompliziert.

Die Fahrer müssen körperlich topfit sein, um die Strapazen eines
Formel-1-Rennens gut zu überstehen. Sie verlieren pro Rennen etwa
2 kg Gewicht; die Temperatur im Cockpit beträgt im Durchschnitt 50
Grad Celsius. F1-Autos erreichen in Kurven Querbeschleunigungen
von über 4 g, bei Bremsvorgängen über 5 g. Daher ist eine perfekte
Sitzposition des Fahrers zwingend; kleinste Druckstellen würden zu
Schmerzen oder Muskelkrämpfen führen. Jeder Sitz wird daher in
einem aufwendigen Verfahren millimetergenau auf den Körper des
jeweiligen Piloten abgestimmt. Auch das Lenkrad, die Schaltzentrale
des Fahrzeugs mit allen Bedienungsknöpfen, wird für jeden Fahrer
massgeschneidert.

Technische Daten

Motor: 8-Zylinder-V-Saugmotor, 2400 ccm, 95 kg, 19'000 U/min,
rund 5000 Teile, davon 1100 verschiedene
Getriebe: 7-Gang-Schnellschaltgetriebe mit Kohlefaserkupplung
Reifen: Bridgestone Potenza
Abmessungen: L 4,6 m, B 1,8 m, H 1,0 m
Spurweite vorne und hinten: 1,47 m
Radstand 3,13 m
Gewicht: 605 kg (inklusive Fahrer, Tank leer)
Beschleunigung: 0-100 km/h: 2,6 sec, 0-200 km/h: 5,2 sec
Bremsung: 200 km/h-0: 2 sec bzw. 55 m

Es gibt Leute, die den "Formel-1-Zirkus" ablehnen und den hohen
Benzinverbrauch der Boliden und den verursachten Lärm, vor allem
aber die Extremgeschwindigkeiten und damit verbunden die hohe Unfall-
gefahr kritisieren. Diese Einwände sind absolut verständlich. Anderer-
seitsscheint es aber eine Tatsache zu sein, dass Nervenkitzel und
Freude am gefährlichen Tun irgendwie zum Menschen gehören. Die
weltweite Beliebtheit dieser Sportart, aber auch vieler anderer rasanten
und teilweise gefährlichen Sportarten, belegt dies überdeutlich. Zudem
zielt das Regelwerk der Formel 1 klar darauf ab, die Sicherheit aller Be-
teiligter (auch der Zuschauer) nachhaltig zu verbessern.

  
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Modellbogen und Werkhefte
  • Natürlich hat Edwin Morf den Modellbogen nicht erfunden. Vorläufer davon gibt es seit Mitte des 16. Jahrhunderts. In der Rokoko-Zeit hat der Dichterfürst Goethe »allerley artige Lusthäuser ... mit Pilastern, Freitreppen und Dächern« aus Papier ersonnen. Grosse Mode wurde der Modellbogen aber erst im 19. Jahrhundert, vor allem nach der Erfindung der Lithographie. Damals kamen in deutschen und französischen Verlagen Tausende von Modellen auf den Markt; alles Erdenkliche wurde angeboten, Königspaläste, Tempelruinen, Opernhäuser, funktioniernde (!) Dampfmaschinen und Nähmaschinen, Unterseeboote und Eiffeltürme in allen Grössen. Neben hervorragenden Konstruktionen gab es auch viel eilig hergestellten, billigen und geschmacklosen Schund.
  • Die Modellbogen des von Edwin Morf ins Leben gerufenen nachmaligen Pädagogischen Verlages verstanden sich von Anfang an als Zeichen einer Reformbewegung und eines Neubeginns nach dem Ersten Weltkrieg. Die Modelle sollten qualitativ hochstehend, kindergerecht und lehrreich sein und schweizerischen Verhältnissen und Bedürfnissen Rechnung tragen. Von diesem pädagogischen, ja volkserzieherischen Impetus zeugt ein Rundschreiben Morfs aus Jahre 1933, aus dem folgende Passage zitiert sei:
  • »Wenn die Abende früher hereinbrechen, taucht für alle, die sich für das Wohl der Jugend verantwortlich fühlen, die wichtige Frage auf: Wie beschäftigen wir unsere Jungmannschaft, besonders das tatendurstige Bubenvolk, unterhaltend und nutzbringend? Die jungen Leute sollen lesen! höre ich sagen. Nur lesen? Nein, auch mit Hand und Werkzeug will und soll unsere Jugend tüchtig werden, soll Genauigkeit und Ausdauer üben und dies auf eine Weise, als ob's Spiel wäre. Unmerklich soll ihr die Freude an sauberer Arbeit aufgehen. Sie möchte gerne etwas Schönes entstehen sehen, das noch nach Jahren Zeuge ihres Fleisses, ihrer Ausdauer und Erfindungsgabe sei, darauf hat sie ein Recht.«
  • Über diesen Punkt herrscht heute weiterherum Einigkeit: wie alle »nützlichen« Freizeitbeschäftigungen ist das Modellbogenbasteln nicht nur ein kurzweiliger Zeitvertreib, sondern hat auch einen nachhaltigen Lerneffekt. Geschult werden, ganz nach Edwin Morfs Ansicht, Ausdauer und Genauigkeit, im Einzelnen das Umsetzen einer komplizierten Anleitung, die Feinmotorik, das räumliche Sehen. Jedes Kind, das ein Modell nach einem Konstruktionsplan ohne böse Fehler nachbauen kann, hat eine beachtliche Leistung vollbracht und hat nachher auch ein greifbares, schönes Resultat in den Händen. Auf dieses darf es stolz sein; es ist ein sichtbares Erfolgserlebnis, das zu weiteren Taten anspornt. Und ganz nebenher erfährt es noch eine Menge Wissenswertes über das Objekt, das es soeben konstruiert hat, über dessen Geschichte, Bedeutung und Funktion.
  • Obwohl sich seit den Gründungsjahren des Verlages die Welt insgesamt und die Welt des Kindes im Besonderen dramatisch verändert hat, erfreut sich der Modellbogen ungebrochener Beliebtheit. Offensichtlich bietet das Basteln eines schönen Kartonmodells etwas, das weder Barbie-Puppen noch Videospiele, weder Elektronik-Baukästen noch Game-Boys bieten können. Die Verkaufsziffern sprechen hier eine deutliche Sprache.
    Der Modellbogen wird nicht aussterben; diese Prognose sei hier gewagt. Trotz Infotainment und dauernder Musikberieselung, trotz der Attraktivität von schnarrendem, piepsendem, umhersausendem Techno-Spielzeug aller Art: wenn's dann irgendwann für einmal still wird im Kinderzimmer, dann kommt er wieder auf den Tisch, der alte, geliebte Modellbogen, und dann herrscht wieder Ruhe, Konzentration, Aufmerksamkeit - und stille Freude über das gelungene Werk.
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