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00690 - Römischer Legionär

00690 - Römischer Legionär

  • Bestellnummer: 00690
  • Autor: 
  • Selbstständige Einzelteile: 
  • Sprache: d
  • Schwierigkeitsgrad: 2
  • Anzahl Bogen:  3
  • Massstab:    1 : 9
  • Länge   
  • Breite   
  • Höhe     22 cm


Der Römischer Legionär

Der Beruf des Legionärs war vor allem bei den Söhnen ärmerer römischer Familien beliebt, da ein fester Sold gezahlt wurde. Außerdem erhielten die Soldaten nach 25 Jahren Dienstzeit ein Stück Land oder einen Geldbetrag als Altersversorgung. Wer in die Armee aufgenommen werden wollte, musste eine harte Ausbildung bestehen, nur die Besten wurden ausgewählt. Außerdem musste der Bewerber das römische Bürgerrecht besitzen, lesen und schreiben können und eine kräftige Statur haben.
Unter Kaiser Augustus war es die Hauptaufgabe der Armee, die Grenzen des weit ausgedehnten römischen Reichs zu sichern. Hierfür wurden vor allem die Hilfstruppen eingesetzt: Verbündete oder Söldner aus von den Römern eroberten Ländern. Meist wurden sie dabei fern der ursprünglichen Heimat eingesetzt, sodass zum Beispiel Orientalen die Grenzen am Rhein und die Germanen die Grenzen in Nordafrika sicherten. Die Soldaten der Hilfstruppen erhielten nach 25 Jahren Dienstzeit das römische Bürgerrecht und eine Urkunde, das so genannte „Militärdiplom“.
Wenn die Legionäre in den Krieg zogen, mussten sie ihr Marschgepäck tragen, zu dem nicht nur die Waffen, sondern auch Werkzeug, Schanzzeug, Kochgeschirr, Proviant und eventuell wenige persönliche Dinge gehörten. Das Marschgepäck hatte meistens ein Gewicht von über 30 Kilogramm. Zu den Aufgaben im Militärlager gehörten auch das Kochen und Wäsche waschen sowie das Anlegen von Feldern ringsum das Lager, mit denen die Versorgung gesichert werden sollte.
Vor dem 1. Jahrhundert waren die Soldaten im Kampf durch ein Kettenhemd geschützt. Durch ihre zahlreichen Kämpfe mit anderen Völkern lernten sie andere Rüstungen und Waffen kennen und übernahmen sie. Nur der Schienenpanzer, der im 2. Jahrhundert entwickelt wurde, ist römischen Ursprungs. Er bestand aus Metallschienen, die auf Lederriemen gespannt wurden. Dadurch blieb der Soldat beweglich und war trotzdem besser geschützt. Außerdem ließ sich diese Rüstung leicht reparieren, indem man einfach die beschädigten Metallschienen entfernte und durch neue ersetzte. Am vorderen Teil der Rüstung befand sich ein Schurz aus Lederstreifen und Metallplättchen, der nur der Dekoration diente. Der Helm war bei ranghöheren Soldaten mit einem Federbusch verziert. Der Zenturio hatte eine besondere Rüstung. Er trug Beinschienen, und Helm und Panzer waren reich verziert.
Die Legionäre waren mit zwei Wurfspeeren und einem Kurzschwert bewaffnet. Ein großer, mit Leder bespannter Schild aus Holz bot Schutz von der Brust bis zu den Knien. Der Wurfspeer hatte an der Spitze einen langen, dünnen Schaft aus nicht gehärtetem Eisen, der sich beim Eindringen in den Schild des Gegners verbog. Dadurch war der Gegner in seiner Bewegung eingeschränkt, es war ihm aber auch nicht mehr möglich, den Speer aus seinem Schild zu ziehen und damit weiterzukämpfen. Der Gegner war nun also wehrlos. Der römische Legionär konnte sich nun mit seinem großen Schild verdecken und mit dem Kurzschwert den Feind niederstechen. Als nach dem 2. Jahrhundert immer mehr Kämpfe zu Pferd ausgeführt wurden, veränderte sich die Bewaffnung der Legionäre. Statt der Wurfspeere und des Kurzschwerts wurden nun Lanze und Langschwert getragen.

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Modellbogen und Werkhefte
  • Natürlich hat Edwin Morf den Modellbogen nicht erfunden. Vorläufer davon gibt es seit Mitte des 16. Jahrhunderts. In der Rokoko-Zeit hat der Dichterfürst Goethe »allerley artige Lusthäuser ... mit Pilastern, Freitreppen und Dächern« aus Papier ersonnen. Grosse Mode wurde der Modellbogen aber erst im 19. Jahrhundert, vor allem nach der Erfindung der Lithographie. Damals kamen in deutschen und französischen Verlagen Tausende von Modellen auf den Markt; alles Erdenkliche wurde angeboten, Königspaläste, Tempelruinen, Opernhäuser, funktioniernde (!) Dampfmaschinen und Nähmaschinen, Unterseeboote und Eiffeltürme in allen Grössen. Neben hervorragenden Konstruktionen gab es auch viel eilig hergestellten, billigen und geschmacklosen Schund.
  • Die Modellbogen des von Edwin Morf ins Leben gerufenen nachmaligen Pädagogischen Verlages verstanden sich von Anfang an als Zeichen einer Reformbewegung und eines Neubeginns nach dem Ersten Weltkrieg. Die Modelle sollten qualitativ hochstehend, kindergerecht und lehrreich sein und schweizerischen Verhältnissen und Bedürfnissen Rechnung tragen. Von diesem pädagogischen, ja volkserzieherischen Impetus zeugt ein Rundschreiben Morfs aus Jahre 1933, aus dem folgende Passage zitiert sei:
  • »Wenn die Abende früher hereinbrechen, taucht für alle, die sich für das Wohl der Jugend verantwortlich fühlen, die wichtige Frage auf: Wie beschäftigen wir unsere Jungmannschaft, besonders das tatendurstige Bubenvolk, unterhaltend und nutzbringend? Die jungen Leute sollen lesen! höre ich sagen. Nur lesen? Nein, auch mit Hand und Werkzeug will und soll unsere Jugend tüchtig werden, soll Genauigkeit und Ausdauer üben und dies auf eine Weise, als ob's Spiel wäre. Unmerklich soll ihr die Freude an sauberer Arbeit aufgehen. Sie möchte gerne etwas Schönes entstehen sehen, das noch nach Jahren Zeuge ihres Fleisses, ihrer Ausdauer und Erfindungsgabe sei, darauf hat sie ein Recht.«
  • Über diesen Punkt herrscht heute weiterherum Einigkeit: wie alle »nützlichen« Freizeitbeschäftigungen ist das Modellbogenbasteln nicht nur ein kurzweiliger Zeitvertreib, sondern hat auch einen nachhaltigen Lerneffekt. Geschult werden, ganz nach Edwin Morfs Ansicht, Ausdauer und Genauigkeit, im Einzelnen das Umsetzen einer komplizierten Anleitung, die Feinmotorik, das räumliche Sehen. Jedes Kind, das ein Modell nach einem Konstruktionsplan ohne böse Fehler nachbauen kann, hat eine beachtliche Leistung vollbracht und hat nachher auch ein greifbares, schönes Resultat in den Händen. Auf dieses darf es stolz sein; es ist ein sichtbares Erfolgserlebnis, das zu weiteren Taten anspornt. Und ganz nebenher erfährt es noch eine Menge Wissenswertes über das Objekt, das es soeben konstruiert hat, über dessen Geschichte, Bedeutung und Funktion.
  • Obwohl sich seit den Gründungsjahren des Verlages die Welt insgesamt und die Welt des Kindes im Besonderen dramatisch verändert hat, erfreut sich der Modellbogen ungebrochener Beliebtheit. Offensichtlich bietet das Basteln eines schönen Kartonmodells etwas, das weder Barbie-Puppen noch Videospiele, weder Elektronik-Baukästen noch Game-Boys bieten können. Die Verkaufsziffern sprechen hier eine deutliche Sprache.
    Der Modellbogen wird nicht aussterben; diese Prognose sei hier gewagt. Trotz Infotainment und dauernder Musikberieselung, trotz der Attraktivität von schnarrendem, piepsendem, umhersausendem Techno-Spielzeug aller Art: wenn's dann irgendwann für einmal still wird im Kinderzimmer, dann kommt er wieder auf den Tisch, der alte, geliebte Modellbogen, und dann herrscht wieder Ruhe, Konzentration, Aufmerksamkeit - und stille Freude über das gelungene Werk.
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