swiss-schere300.jpg      titel-aue2.jpg       Logo-PV.jpg

Suche:
Sie befinden sich in:
00361- Berninabahn der RhB - Gem 4/4 801- 802

00361- Berninabahn der RhB - Gem 4/4 801- 802

  • Bestellnummer: 00361
  • Autor:
  • Schwierigkeitsgrad: ab 10 J.
  • Selbständige Einzelteile: 1
  • Anzahl Bogen:  2
  • Bogen Grösse:  42 x 30 cm (Porto grösser als 25x35 cm Fr. 9.50) 
  • Sprache: d
  • Massstab:
  • Grösse: ca. 26 cm
Das Modell ist vorgestanz und muss nur noch zusammengestekt werden.
 
 
Berninabahn der RhB - Gem 4/4 801- 802
 
Gem 4/4 ist die Serienbezeichnung für die beiden Zweikraftlokomotiven der Rhätischen Bahn (RhB). Die 1968 in Betrieb genommenen Drehgestelllokomotiven mit den Betriebsnummern 801 und 802 verfügen über jeweils zwei Dieselmotoren mit Gleichstrom-Generator und können somit fahrleitungsunabhängig auf dem gesamten Streckennetz verkehren. Viele Teile der elektrischen Ausrüstung stimmen mit jenen der Berninabahn-Triebwagen ABe 4/4 41-49 überein, so dass die Gem 4/4 auf der Berninabahn wie «normale» Elektrolokomotiven fahren können. Hier wird der Dieselmotor nur bei Ausfall der Fahrleitung benötigt, beispielsweise nach Lawinenabgängen. In diesem Fall kann der eine Generator dazu verwendet werden, eine der beiden Schneeschleudern Xrot et 9918-19 mit Strom zu versorgen, der zweite Generator reicht für das Fortbewegen der Lok und der Schneeschleuder aus. Auf diese Art und Weise können die Gleichstrom-Schleudern auch auf dem Stammnetz eingesetzt werden. Seit der Lieferung von Dieselschleudern ist dies aber nur noch selten der Fall.
 
 Berninabahn der RhB - Gem 4-4 801- 802 -1.jpgAm Bau der 13.54 m langen, 50 t schweren Maschinen waren die Unternehmen SLM, SWS, BBC und MFO beteiligt. Die Stundenleistung am Rad beträgt 780 kW im dieselelektrischen Betrieb und 680 kW ab Fahrdraht.

Eng verwandt sind die zwei HGm 4/4, die ein Jahr später an die Furka-Oberalp-Bahn geliefert wurden.

Bei Inbetriebnahme waren die Lokomotiven rot mit silbernen Lüftungsgittern. Sie wurden zwischen 1986 und 1987 an das seither gültige Farbschema angepasst: Rahmen graubraun, Kasten rot mit zweisprachigem Logo und Bündner Kantonswappen.

In den Jahren 2000 bis 2003 modernisierte die RhB die vom harten Einsatz nicht nur äusserlich deutlich gezeichneten Lokomotiven grundlegend. Sie erhielten neue Cummins-Dieselmotoren mit je 709 kW, neue Führerstände und eine computergestützte Leitelektronik. Seit dieser Revision präsentieren sich die Gem wieder im strahlenden RhB-Rot. Die beiden Exemplare sind – ausser an den Betriebsnummern – durch die seitlich angebrachten silbernen Signete zu unterscheiden, die bei 801 einen Steinbock und bei 802 ein Murmeltier zeigen.

Betriebseinsatz [

Das Haupteinsatzgebiet liegt seit Inbetriebnahme auf der Berninabahn, wo die Zweikraftloks häufig in gemischter Doppeltraktion mit Triebwagen zu sehen sind. Ausserdem übernehmen sie Bauzug- und Schneeräumdienste auf dem gesamten RhB-Netz.

Von 1973 bis 1981 waren die beiden Gem 4/4 jeweils im Sommer für die Beförderung des Bernina-Express reserviert. Sie übernahmen die nach Tirano durchlaufenden Wagen in Samedan vom St. Moritzer Schnellzug und beförderten sie in Dieseltraktion bis Surovas oder Bernina Diavolezza, wo zum Gleichstrombetrieb gewechselt wurde. Dann führten die Maschinen den Zug weiter bis nach Tirano. Heute würde diese Betriebsform als Hybridtraktion gelten.

Nachdem in Pontresina das Gleis 3 mit einem umschaltbaren Fahrleitungsabschnitt ausgerüstet wurde, fahren die direkten Wagen ab Chur mit der Stammnetzlokomotive bis Pontresina unter 11 kV Wechselstrom. Nach dem Halt wird die Lok abgehängt und der Fahrleitungsabschnitt auf 1000 V Gleichstrom umgestellt. Darauf werden die Triebfahrzeuge der Berninabahn (meist Triebwagen des Typs ABe 4/4 II oder ABe 4/4 III oder gemischt mit der Gem 4/4) an den Zug manövriert. Nach dem Fahrplanmässigen Halt von 7 Minuten geht die Fahrt unter Gleichstrom weiter über den Bernina.

Berninabahn der RhB - Gem 4-4 801- 802 -2.jpg
 
Auf Lager
Sofort lieferbar
Einzelpreis 7.50 SFr
back.jpg                                                                                                      Preis enthält MwSt zzgl. Versandkosten
Menge:
Sie befinden sich in:
00361- Berninabahn der RhB - Gem 4/4 801- 802
Weitere Bilder
Warenkorbübersicht
Im Warenkorb befinden sich keine Produkte.
 303011 - Rob Ives - Ruminations.gif
  Rob Ives
Infobox 2
WR013 - Gegen den Wind - Papiermechanik.gif
 Walter Ruffler

 
Modellbogen und Werkhefte
  • Natürlich hat Edwin Morf den Modellbogen nicht erfunden. Vorläufer davon gibt es seit Mitte des 16. Jahrhunderts. In der Rokoko-Zeit hat der Dichterfürst Goethe »allerley artige Lusthäuser ... mit Pilastern, Freitreppen und Dächern« aus Papier ersonnen. Grosse Mode wurde der Modellbogen aber erst im 19. Jahrhundert, vor allem nach der Erfindung der Lithographie. Damals kamen in deutschen und französischen Verlagen Tausende von Modellen auf den Markt; alles Erdenkliche wurde angeboten, Königspaläste, Tempelruinen, Opernhäuser, funktioniernde (!) Dampfmaschinen und Nähmaschinen, Unterseeboote und Eiffeltürme in allen Grössen. Neben hervorragenden Konstruktionen gab es auch viel eilig hergestellten, billigen und geschmacklosen Schund.
  • Die Modellbogen des von Edwin Morf ins Leben gerufenen nachmaligen Pädagogischen Verlages verstanden sich von Anfang an als Zeichen einer Reformbewegung und eines Neubeginns nach dem Ersten Weltkrieg. Die Modelle sollten qualitativ hochstehend, kindergerecht und lehrreich sein und schweizerischen Verhältnissen und Bedürfnissen Rechnung tragen. Von diesem pädagogischen, ja volkserzieherischen Impetus zeugt ein Rundschreiben Morfs aus Jahre 1933, aus dem folgende Passage zitiert sei:
  • »Wenn die Abende früher hereinbrechen, taucht für alle, die sich für das Wohl der Jugend verantwortlich fühlen, die wichtige Frage auf: Wie beschäftigen wir unsere Jungmannschaft, besonders das tatendurstige Bubenvolk, unterhaltend und nutzbringend? Die jungen Leute sollen lesen! höre ich sagen. Nur lesen? Nein, auch mit Hand und Werkzeug will und soll unsere Jugend tüchtig werden, soll Genauigkeit und Ausdauer üben und dies auf eine Weise, als ob's Spiel wäre. Unmerklich soll ihr die Freude an sauberer Arbeit aufgehen. Sie möchte gerne etwas Schönes entstehen sehen, das noch nach Jahren Zeuge ihres Fleisses, ihrer Ausdauer und Erfindungsgabe sei, darauf hat sie ein Recht.«
  • Über diesen Punkt herrscht heute weiterherum Einigkeit: wie alle »nützlichen« Freizeitbeschäftigungen ist das Modellbogenbasteln nicht nur ein kurzweiliger Zeitvertreib, sondern hat auch einen nachhaltigen Lerneffekt. Geschult werden, ganz nach Edwin Morfs Ansicht, Ausdauer und Genauigkeit, im Einzelnen das Umsetzen einer komplizierten Anleitung, die Feinmotorik, das räumliche Sehen. Jedes Kind, das ein Modell nach einem Konstruktionsplan ohne böse Fehler nachbauen kann, hat eine beachtliche Leistung vollbracht und hat nachher auch ein greifbares, schönes Resultat in den Händen. Auf dieses darf es stolz sein; es ist ein sichtbares Erfolgserlebnis, das zu weiteren Taten anspornt. Und ganz nebenher erfährt es noch eine Menge Wissenswertes über das Objekt, das es soeben konstruiert hat, über dessen Geschichte, Bedeutung und Funktion.
  • Obwohl sich seit den Gründungsjahren des Verlages die Welt insgesamt und die Welt des Kindes im Besonderen dramatisch verändert hat, erfreut sich der Modellbogen ungebrochener Beliebtheit. Offensichtlich bietet das Basteln eines schönen Kartonmodells etwas, das weder Barbie-Puppen noch Videospiele, weder Elektronik-Baukästen noch Game-Boys bieten können. Die Verkaufsziffern sprechen hier eine deutliche Sprache.
    Der Modellbogen wird nicht aussterben; diese Prognose sei hier gewagt. Trotz Infotainment und dauernder Musikberieselung, trotz der Attraktivität von schnarrendem, piepsendem, umhersausendem Techno-Spielzeug aller Art: wenn's dann irgendwann für einmal still wird im Kinderzimmer, dann kommt er wieder auf den Tisch, der alte, geliebte Modellbogen, und dann herrscht wieder Ruhe, Konzentration, Aufmerksamkeit - und stille Freude über das gelungene Werk.
  • Zurück      Nach Oben