swiss-schere300.jpg      titel-aue2.jpg       Logo-PV.jpg

Suche:
Sie befinden sich in:
00743 - Römisches Dorf

00743 - Römisches Dorf

  • Bestellnummer: 00743
  • Autor: 
  • Selbstständige Einzelteile: 1
  • Sprache: d
  • Schwierigkeitsgrad: 1
  • Anzahl Bogen:  6.5
  • Massstab: 1 : 87
  • Länge  42 cm
  • Breite  30 cm
  • Höhe    07 cm

 
Römisches Dorf

Im vorliegenden Modell eines römischen Dorfes sind Wohnhäuser und ein kleiner Tempel zu sehen. Die Häuser waren meistens Wohnblocks, in denen mehrere Familien lebten. Viele dieser Häuser waren aus Holz. In reicheren Dörfern wurden Häuser aus Stein gebaut. Die Häuser hatten verglaste Fenster und Toilettenanlagen. Die Häuser reicher Römer verfügten auch über Fußbodenheizungen. Es gab verschiedene Haustypen: mehrstöckige Häuserblocks (auf Lateinisch: insulae), lange Häuser, die wegen ihres Grundrisses Streifenhäuser genannt wurden, und große Villen, deren Innenhöfe mit Wasserbecken und reichen Verzierungen ausgestattet waren.
Die Menschen in den römischen Dörfern versorgten sich meistens selbst. Sie bauten auf den Feldern Obst, Gemüse und Getreide an, hielten Tiere und stellten Werkzeug und Haushaltsgeräte in den eigenen Werkstätten her. Viele der selbst hergestellten Gegenstände wurden auch verkauft. In vielen Häusern gab es deshalb kleine Läden und Werkstätten direkt neben dem Wohnbereich.
In jedem Dorf stand mindestens ein kleiner Tempel. Meistens wurde dort Jupiter, der wichtigste römische Gott, verehrt. In den Dörfern, die in den von den Römern eroberten Ländern entstanden, wurde oft auch der Kriegsgott Mars verehrt. Die Römer hatten sehr viele Götter. In größeren Orten und Städten gab es für jeden Gott einen eigenen Tempel.
Nicht auf Lager
ca. 10 Tage
Einzelpreis 19.50 SFr
back.jpg                                                                                                      Preis enthält MwSt zzgl. Versandkosten
Menge:
Sie befinden sich in:
00743 - Römisches Dorf
Warenkorbübersicht
Im Warenkorb befinden sich keine Produkte.
 303011 - Rob Ives - Ruminations.gif
  Rob Ives
Infobox 2
WR013 - Gegen den Wind - Papiermechanik.gif
 Walter Ruffler

 
Modellbogen und Werkhefte
  • Natürlich hat Edwin Morf den Modellbogen nicht erfunden. Vorläufer davon gibt es seit Mitte des 16. Jahrhunderts. In der Rokoko-Zeit hat der Dichterfürst Goethe »allerley artige Lusthäuser ... mit Pilastern, Freitreppen und Dächern« aus Papier ersonnen. Grosse Mode wurde der Modellbogen aber erst im 19. Jahrhundert, vor allem nach der Erfindung der Lithographie. Damals kamen in deutschen und französischen Verlagen Tausende von Modellen auf den Markt; alles Erdenkliche wurde angeboten, Königspaläste, Tempelruinen, Opernhäuser, funktioniernde (!) Dampfmaschinen und Nähmaschinen, Unterseeboote und Eiffeltürme in allen Grössen. Neben hervorragenden Konstruktionen gab es auch viel eilig hergestellten, billigen und geschmacklosen Schund.
  • Die Modellbogen des von Edwin Morf ins Leben gerufenen nachmaligen Pädagogischen Verlages verstanden sich von Anfang an als Zeichen einer Reformbewegung und eines Neubeginns nach dem Ersten Weltkrieg. Die Modelle sollten qualitativ hochstehend, kindergerecht und lehrreich sein und schweizerischen Verhältnissen und Bedürfnissen Rechnung tragen. Von diesem pädagogischen, ja volkserzieherischen Impetus zeugt ein Rundschreiben Morfs aus Jahre 1933, aus dem folgende Passage zitiert sei:
  • »Wenn die Abende früher hereinbrechen, taucht für alle, die sich für das Wohl der Jugend verantwortlich fühlen, die wichtige Frage auf: Wie beschäftigen wir unsere Jungmannschaft, besonders das tatendurstige Bubenvolk, unterhaltend und nutzbringend? Die jungen Leute sollen lesen! höre ich sagen. Nur lesen? Nein, auch mit Hand und Werkzeug will und soll unsere Jugend tüchtig werden, soll Genauigkeit und Ausdauer üben und dies auf eine Weise, als ob's Spiel wäre. Unmerklich soll ihr die Freude an sauberer Arbeit aufgehen. Sie möchte gerne etwas Schönes entstehen sehen, das noch nach Jahren Zeuge ihres Fleisses, ihrer Ausdauer und Erfindungsgabe sei, darauf hat sie ein Recht.«
  • Über diesen Punkt herrscht heute weiterherum Einigkeit: wie alle »nützlichen« Freizeitbeschäftigungen ist das Modellbogenbasteln nicht nur ein kurzweiliger Zeitvertreib, sondern hat auch einen nachhaltigen Lerneffekt. Geschult werden, ganz nach Edwin Morfs Ansicht, Ausdauer und Genauigkeit, im Einzelnen das Umsetzen einer komplizierten Anleitung, die Feinmotorik, das räumliche Sehen. Jedes Kind, das ein Modell nach einem Konstruktionsplan ohne böse Fehler nachbauen kann, hat eine beachtliche Leistung vollbracht und hat nachher auch ein greifbares, schönes Resultat in den Händen. Auf dieses darf es stolz sein; es ist ein sichtbares Erfolgserlebnis, das zu weiteren Taten anspornt. Und ganz nebenher erfährt es noch eine Menge Wissenswertes über das Objekt, das es soeben konstruiert hat, über dessen Geschichte, Bedeutung und Funktion.
  • Obwohl sich seit den Gründungsjahren des Verlages die Welt insgesamt und die Welt des Kindes im Besonderen dramatisch verändert hat, erfreut sich der Modellbogen ungebrochener Beliebtheit. Offensichtlich bietet das Basteln eines schönen Kartonmodells etwas, das weder Barbie-Puppen noch Videospiele, weder Elektronik-Baukästen noch Game-Boys bieten können. Die Verkaufsziffern sprechen hier eine deutliche Sprache.
    Der Modellbogen wird nicht aussterben; diese Prognose sei hier gewagt. Trotz Infotainment und dauernder Musikberieselung, trotz der Attraktivität von schnarrendem, piepsendem, umhersausendem Techno-Spielzeug aller Art: wenn's dann irgendwann für einmal still wird im Kinderzimmer, dann kommt er wieder auf den Tisch, der alte, geliebte Modellbogen, und dann herrscht wieder Ruhe, Konzentration, Aufmerksamkeit - und stille Freude über das gelungene Werk.
  • Zurück      Nach Oben