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00755 - Sopwith Triplane - 1:24

00755 - Sopwith Triplane - 1:24

  • Bestellnummer: 00755
  • Autor: 
  • Selbstständige Einzelteile: 1
  • Sprache: d
  • Schwierigkeitsgrad: 2
  • Anzahl Bogen:  5
  • Massstab: 1 : 24
  • Länge  25 cm
  • Breite  34 cm
  • Höhe   13 cm


Sopwith Triplane

100. Geburtstag feiert der Dreidecker Sopwith Triplane, der das
Vorbild für die Fokker DR I abgab. Ein ganz außergewöhnliches
Flugzeug!

Der Antrieb durch den umlaufenden Sternmotor ist auch imModell nachgebildet, sodass sich auch hier der Motor mit dem

Die Sopwith Triplane ist ein britisches Jagdflugzeug aus dem Ersten Weltkrieg. Der erste Prototyp N 500 dieses Dreideckers hob am 28. Mai 1916 zu seinem ersten Flug ab. Er ist das Vorbild für dieses Kartonmodell.) Die Maschine mit zuerst 110, später 130 PS erwies sich als agil und leistungsfähig. (Höchstgeschwindigkeit 187 km/h mit 130 PS-Motor) Z. B. war es möglich, schon drei Minuten nach dem Start einen dreifachen Looping zu fliegen. Die leichte Maschine (500 kg Leergewicht) war im Einsatz so erfolgreich und überlegen, dass in der Folge der deutsche Dreidecker Fokker DR I als Gegenstück entwickelt wurde. Fokker gelangte in den Besitz einer abgestürzten Sopwith und konnte so ihre Bauweise analysieren und imitieren. (Siehe den Schreiber-Bogen Nr. 666 der Fokker DR I.) Trotz der Erfolge wurde die Sopwith Triplane nur kurz eingesetzt. Ein Grund war, dass die Maschine sehr schwierig zu reparieren war und die Konstruktion schnell als instabil galt. Denn die Tragflächenkonstruktion konnte unter hoher Belastung zusammenbrechen, weil die Verspannung zu schwach war.
Heute existieren noch zwei originale Maschinen im Royal Air Force Museum in London und in einem russischen Museum. Darüber hinaus gibt es eine Reihe von Nachbauten.
Ein Wort noch zum Motor: Die Sopwith Triplane hatte einen umlaufenden Sternmotor. Das heißt: Die Kurbelwelle war fest am Flugzeug und der ganze Motor rotierte. Warum diese merkwürdige Konstruktion? Frühere Motoren kämpften mit starken Kühlproblemen. Rohre von Wasserkühlern konnten sich lösen oder platzten. Der Umlaufmotor arbeitete dagegen mit Luftkühlung, denn durch die Rotation des Motors war die Kühlung sichergestellt. Das selbst dann, wenn der Motor bei stehender Maschine lief.
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Modellbogen und Werkhefte
  • Natürlich hat Edwin Morf den Modellbogen nicht erfunden. Vorläufer davon gibt es seit Mitte des 16. Jahrhunderts. In der Rokoko-Zeit hat der Dichterfürst Goethe »allerley artige Lusthäuser ... mit Pilastern, Freitreppen und Dächern« aus Papier ersonnen. Grosse Mode wurde der Modellbogen aber erst im 19. Jahrhundert, vor allem nach der Erfindung der Lithographie. Damals kamen in deutschen und französischen Verlagen Tausende von Modellen auf den Markt; alles Erdenkliche wurde angeboten, Königspaläste, Tempelruinen, Opernhäuser, funktioniernde (!) Dampfmaschinen und Nähmaschinen, Unterseeboote und Eiffeltürme in allen Grössen. Neben hervorragenden Konstruktionen gab es auch viel eilig hergestellten, billigen und geschmacklosen Schund.
  • Die Modellbogen des von Edwin Morf ins Leben gerufenen nachmaligen Pädagogischen Verlages verstanden sich von Anfang an als Zeichen einer Reformbewegung und eines Neubeginns nach dem Ersten Weltkrieg. Die Modelle sollten qualitativ hochstehend, kindergerecht und lehrreich sein und schweizerischen Verhältnissen und Bedürfnissen Rechnung tragen. Von diesem pädagogischen, ja volkserzieherischen Impetus zeugt ein Rundschreiben Morfs aus Jahre 1933, aus dem folgende Passage zitiert sei:
  • »Wenn die Abende früher hereinbrechen, taucht für alle, die sich für das Wohl der Jugend verantwortlich fühlen, die wichtige Frage auf: Wie beschäftigen wir unsere Jungmannschaft, besonders das tatendurstige Bubenvolk, unterhaltend und nutzbringend? Die jungen Leute sollen lesen! höre ich sagen. Nur lesen? Nein, auch mit Hand und Werkzeug will und soll unsere Jugend tüchtig werden, soll Genauigkeit und Ausdauer üben und dies auf eine Weise, als ob's Spiel wäre. Unmerklich soll ihr die Freude an sauberer Arbeit aufgehen. Sie möchte gerne etwas Schönes entstehen sehen, das noch nach Jahren Zeuge ihres Fleisses, ihrer Ausdauer und Erfindungsgabe sei, darauf hat sie ein Recht.«
  • Über diesen Punkt herrscht heute weiterherum Einigkeit: wie alle »nützlichen« Freizeitbeschäftigungen ist das Modellbogenbasteln nicht nur ein kurzweiliger Zeitvertreib, sondern hat auch einen nachhaltigen Lerneffekt. Geschult werden, ganz nach Edwin Morfs Ansicht, Ausdauer und Genauigkeit, im Einzelnen das Umsetzen einer komplizierten Anleitung, die Feinmotorik, das räumliche Sehen. Jedes Kind, das ein Modell nach einem Konstruktionsplan ohne böse Fehler nachbauen kann, hat eine beachtliche Leistung vollbracht und hat nachher auch ein greifbares, schönes Resultat in den Händen. Auf dieses darf es stolz sein; es ist ein sichtbares Erfolgserlebnis, das zu weiteren Taten anspornt. Und ganz nebenher erfährt es noch eine Menge Wissenswertes über das Objekt, das es soeben konstruiert hat, über dessen Geschichte, Bedeutung und Funktion.
  • Obwohl sich seit den Gründungsjahren des Verlages die Welt insgesamt und die Welt des Kindes im Besonderen dramatisch verändert hat, erfreut sich der Modellbogen ungebrochener Beliebtheit. Offensichtlich bietet das Basteln eines schönen Kartonmodells etwas, das weder Barbie-Puppen noch Videospiele, weder Elektronik-Baukästen noch Game-Boys bieten können. Die Verkaufsziffern sprechen hier eine deutliche Sprache.
    Der Modellbogen wird nicht aussterben; diese Prognose sei hier gewagt. Trotz Infotainment und dauernder Musikberieselung, trotz der Attraktivität von schnarrendem, piepsendem, umhersausendem Techno-Spielzeug aller Art: wenn's dann irgendwann für einmal still wird im Kinderzimmer, dann kommt er wieder auf den Tisch, der alte, geliebte Modellbogen, und dann herrscht wieder Ruhe, Konzentration, Aufmerksamkeit - und stille Freude über das gelungene Werk.
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